Der neue Gemeinderat Osterberg spart sich den Dritten Bürgermeister. Auch verlief die konstituierende Sitzung recht einmütig und unkompliziert, indem etwa zweimal ein Handyklingeln entgegengenommen wird, einmal justament zum Zeitpunkt der Vereidigung des Zweiten Bürgermeisters Christian Magel durch Ersten Bürgermeister Klaus Seidler.

Dessen Vereidigung war von Ignaz Gestle als ältestes Gemeinderatsmitglied in Vertretung von Rainer Schmalle vorgenommen worden, der im Stau stecken geblieben war. Christian Magel war einhellig gewählt worden, nachdem sich Stimmenkönig Rainer Schmalle aus beruflichen Gründen zurückgehalten habe. Nach Vereidigung der Räte waren diese übereingekommen, auf einen Dritten Bürgermeister zu verzichten, "da dieser in den vergangenen sechs beziehungsweise zwölf Jahren", so die Erfahrung der wiedergewählten Räte Ignaz Gestle und Martin Rogg, "niemals gebraucht worden ist".
Den Rechnungsprüfungsausschuss übernehmen Martin Rogg als Vorsitzender sowie Ignaz Gestle, Alexander Hruschka und Rainer Schmalle, letzterer in Vorabsprache, Vertreter sind Angelika Glatz, Markus Wiest, Bernhard Kehrer, Christian Magel. Die Gemeinde in den VG-Versammlungen vertreten werden Bürgermeister Klaus Seidler und ersatzweise Christian Magel beziehungsweise Ignaz Gestle und Martin Rogg. Der neue Gemeinderat übernimmt die bestehende Satzung der Gemeindeverfassung sowie die vom Bayerischen Gemeindetag empfohlene Geschäftsordnung. Sitzungsbeginn ist 20 Uhr.
Die Rechte der Selbstverwaltung zu wahren, seinen Pflichten nachzukommen, dies schwor der neue Rat, und der neue Bürgermeister versprach, jedem seine Hand zu reichen, soweit der sie zu nehmen bereit sei. "Hier findet nicht Machtwechsel statt, sondern Amtswechsel", versichert Klaus Seidler (Bürgerblock Weiler). Er wünsche sachliche Entscheidungen, Gemeinwohl trete vor privates, größere Abrechnungen würden bekannt gegeben.
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