Illertissen Innerhalb und außerhalb der Historischen Schranne sahen sich Besucher des Illertisser Schaufensters mit verlockenden Angeboten konfrontiert, von der Spielleidenschaft für Kleine und Große bei Schach oder Modelleisenbahn bis hin zur süßen Versuchung mit Schokolade oder traumhaften Schlafunterlagen. Marita Rademski aus Tiefenbach hatte Freundin Petra Otte aus Senden mitgebracht, um auf diese Weise noch ihren Muttertag genießen zu können.
"Wir haben die Kinder am Spieletisch abgegeben, wo sie mit kreativen, umweltfreundlichen Spielelementen beschäftigt sind", erklären die beiden Freundinnen, "und können uns in aller Gemütlichkeit unterhalten". Weil Marita Rademski das Illertisser Schaufenster in guter Erinnerung geblieben ist, hat sie diesmal die Freundin mitgenommen, die von den vielen Aktionen im hübschen Stadtambiente begeistert ist. "Das Wetter ist toll, da können wir die abwechslungsreichen Angebote richtig ausnützen".
Wolfgang Riesenegger steht mit der Fernbedienung an der großen Modelleisenbahn und dirigiert einen Sattelschlepper um die Kurve. "Macht Spaß", erklärt er, "meine Anlage zu Hause ist doppelt so groß, mit insgesamt 14 Meter Eisenbahnschienen." Er ist verantwortlich für die Fernsteuerungssysteme der Fahrzeuge der Eisenbahnanlage seiner Schwiegereltern und hat sie hier als Schauobjekt im Rahmen anderer Spiel- und Bastelideen aufgebaut.
Als höchst angenehm empfindet Renate Unglert eine automatisch verstellbare Matratze, wie sich beim Probeliegen herausgestellt hat. Viele Leckermäulchen haben sich vor einer Theke mit Pralinenherstellung postiert, welche nicht nur den Geruch feiner Schokolade verströmt sondern diese auch verschenkt. Daneben erfahren Besucher neueste Trends in Sachen Schreib- und Schulmode oder über pfiffig aussehende Energiesparlampen.
Einmal schachmatt, einmal nicht
Gespannte Aufmerksamkeit gilt dem Blind-Simultan-Schachspiel, als FDE-Meister (vom Weltschachbund verliehener Titel) Dimitrij Anistratov vom Schachclub Jedesheim beim Blind-Simultan-Schachspiel gegen Bruno Löffler und Axel Thoma sowie Pfarrer Markus Dörre und Florian Löffler spielt und gegen Letztgenannte verliert. Während er Spiel I mit den anderen beiden ziemlich schnell erfolgreich beenden kann, übersieht er bei Spiel II gedanklich einen Zug und muss daher den Turm, den er an anderer Stelle wähnte, einbüßen.
Der Verlust kann nicht mehr kompensiert werden, sodass der Meister die Partie aufgeben muss. "Ich fand es faszinierend, wie jemand blind und zugleich an zwei Brettern Schach spielen kann", sagt Pfarrer Dörre und ist froh, dass er mit seinem Ministranten Florian Löffler einen kompetenten Partner hatte. "Bei Blind-Simultan-Schach wird auf verschiedene Spielabläufe geachtet und versucht, ein Spiel schneller zu beenden, so Experte Bernhard Jehle.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: