Illertissen (ch) - Mit dem Lehrerpreis hat sich die Berufsschule Illertissen, wie berichtet, bundesweit Anerkennung verschafft. Jetzt führte ein weiterer Anlass Firmen- und Behördenvertreter sowie weitere Interessenten aus der Öffentlichkeit mit dem Lehrerteam und Schülern im dritten Lehrjahr zusammen: der Start eines neuen Projekts.

Zunächst gratulierte Schulleiter Josef Petz zum soeben in Berlin errungenen Lehrerpreis, mit dem die Schule als einzige in ganz Süddeutschland in Gegenwart des Bundespräsidenten ausgezeichnet wurde. "Wer innovativ sein will, muss etwas leisten", sagte er. Der Berufsschule sei die ideale Zusammenarbeit mit Betrieben gelungen.
Dr. Christian Lingenfelder von der Firma Fluoron hatte das erfolgreiche Projekt "Entwicklung einer industriell verwendbaren Verpackungsmaschine" angestoßen und auch gefördert. Das fertige Produkt kommt jetzt in seinem Betrieb zum Einsatz. Im Vortrag betonte er: "Es lohnt sich, junge Leute auszubilden, ihnen die Chance zu geben, Dinge auszuprobieren und damit auch Risiken einzugehen." Dass sich 28 von ihnen mit großer Energie einer nicht üblichen Aufgabe gestellt haben und nicht locker ließen, bis zufriedenstellende Lösungen gefunden waren, wobei auch viel Freizeit geopfert wurde, das verdiene hohe Anerkennung. So seien sechs leistungsfähige Maschinen entstanden und die Jugendlichen hätten beim Bau sehr für ihre Laufbahn profitiert.
Ein Sahnehäubchen
"Der Lehrerpreis war nicht das Ziel unserer Bemühungen", sagte Ralph Hoyer, dem er in Berlin mit verliehen worden war. "Er ist lediglich das Sahnehäubchen für unser Bestreben, die seit 2005 bestehende Lernortkooperation mit den Ausbildungsbetrieben zu optimieren und dadurch eine möglichst hohe Motivation der Schüler für spezielle Aufgabenstellungen zu erreichen." Eines Tages sei ein Schreiben ins Haus geflattert, in dem Bedingungen für eine Teilnahme am Deutschen Lehrerpreis genannt wurden. "Wir hatten das Gefühl, dass ihnen unser Projekt entsprechen könnte und beteiligten uns", sagte Siggi Förster. Freude habe die Nachricht ausgelöst, dass es preiswürdig sei.
Jetzt eine Etikettiermaschine
Mit der Präsentation des abgeschlossenen Projekts verbunden war der Startschuss für das neue: Die anwesenden Schüler des dritten Ausbildungsjahres haben die ähnlich schwierige, aber sicher ebenso interessante Aufgabe vor sich, für die auftraggebende Firma Fluoron zu den bereits gelieferten Verpackungsmaschinen Etikettiermaschinen zu konstruieren. Die Lehrer schwärmen bereits von dem Projekt und es ist anzunehmen, dass ihnen zusammen mit engagierten Ausbildern in den Betrieben gelingt, die Schüler wieder für die hochgestellte Aufgabe zu motivieren. Das Ergebnis ist in drei Monaten zu erwarten.
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