Viele Teilnehmer haben eine weite Anreise hinter sich


Babenhausen Riesige Pferdetransporter mit fremdländischen Kennzeichen verursachten so manche Verkehrsverzögerung an der Klosterbeurer Straße. Bereits ab Mittwochnachmittag trafen auf dem Gelände des Reit-, Fahr- und Zuchtvereins Babenhausen nach und nach die Teilnehmer des „Bavarian Weekends“ ein. Bei dieser – wie der Verein betont – „europaweit größten Veranstaltung für junge Reiter und Junioren“ stellt sich die Reiter-Elite internationalen Dressur- und Springprüfungen der mittelschweren und schweren Klasse.
Nach rund 14-stündiger Fahrt im Containerlastwagen ist die aus Dänemark angereiste Familie Sörensen sichtlich erleichtert, endlich am Ziel zu sein. „Wir waren noch nie hier und freuen uns, dass wir an der Meldestelle so freundlich empfangen und auf dem Parkplatz eingewiesen wurden“, erklärt Ulrik Sörensen. Auf die Spring- und Dressurprüfungen sei er schon sehr gespannt. Denn als norwegischer Landestrai-ner im Pferdesport kennt er sich aus. Während sich die 15-jährige Tochter Alexandra auf den beiden Hengste „Eltino“ und „Melli’s Dornik“ den Dressurprüfungen stellt, sind Mutter Charlotte und Schwester Anne Sophie als Zuschauer mit nach Babenhausen gereist.
Behutsam führt Maximiliane Wilems aus Stuttgart ihre Stute „Ca-yenne“ aus dem Anhänger. „Letztes Jahr war sie krank und wir konnten nicht starten“, bedauert sie. „Aber heuer werde ich unter anderem in einer S-Dressur an den Start gehen.“
Nach der Anreise aus Altenstadt bei Schongau verschafft Juliane Nuscheler ihrer Stute „Fascinate“ erst einmal ein wenig Bewegung. „Wir werden die Juniorentour reiten“, informiert sie. Gleich, nachdem sie auf den Parkplatz eingewiesen wurden, holen die aus Balingen angereisten Geschwister Schlaich ihre drei Pferde aus dem Container. Da er altersmäßig nicht mehr zu den ganz jungen Reitern gehört, möchte Philipp Schlaich die große und kleine U-25-Tour reiten. Seine Schwester Marina ist einige Jahre lang Dressur geritten. „Heuer stelle ich mich erstmals den Herausforderungen im Springen“, sagt sie.
Studentenreiter aus Ulm als Turnierhelfer engagiert
Neun Stunden lang war Nachwuchsreiterin Pijpers Dernederlanden mit ihrem Vater unterwegs. Jetzt sind die beiden Niederländer froh, dass sie neben dem Turniergelände gleich von Sina Fischer einen Parkplatz zugewiesen bekommen. Die Studentin arbeitet routiniert. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Studentenreiter Ulm ist sie dem Reit-, Fahr- und Zuchtverein Babenhausen bei der Bewältigung der Mammutveranstaltung behilflich. Melanie, Jessica, Dominik und Helen sind in der Veterinärinspektion im Einsatz. Dort wird jedes eintreffende Pferd nach Vorlage seiner Papiere registriert. Dies erleichtere dem Tierarzt, der jedes am Turnier teilnehmende Pferd untersucht, die Arbeit, erklären die Studentinnen.
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