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21. November 2008 21:10 Uhr

Stadt schuldenfrei - rein rechnerisch

Vöhringen (ub) - Ist die Durchfahrt in der Adalbert-Stifter-Straße auf Höhe der neuen Fußgängerbrücke über die Bahn zu eng bemessen? Die Anwohner sagen ja, die Stadt sagt nein. Laut Angela Abele aus dem Bauamt beträgt der Abstand zwischen Aufzug und gegenüberliegender Mauer vor einem Wohnhaus 3.30 Meter. Da die Straße verkehrsberuhigt und Einbahnstraße ist sowie Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen besteht, dürfte es laut Verwaltung auch für Räumfahrzeuge im Winter beim Passieren der Engstelle keine Probleme geben.

Wie Bürgermeister Karl Janson bei der gut besuchten Bürgerversammlung im Wolfgang-Eychmüller-Haus erklärte, hätte man lieber eine großzügigere Lösung angestrebt, doch die Deutsche Bahn sei nicht bereit gewesen, mehr Grund zur Verfügung zu stellen. Lärmbelastung durch rangierende Güterzüge in aller Frühe beklagte ein Versammlungsbesucher. Auch ein anderer Sprecher nahm den Lärm ins Visier. Bei der Shopping-Nacht hätte es einfach zu viel und zu laut gekracht. Bürgermeister Janson machte geltend, dass das Feuerwerk, das viel Anklang bei den Festbesuchern gefunden habe, noch vor 22 Uhr abgebrannt worden sei. Kritik gegen die neuartige Straßenbeleuchtung in der Memminger Straße wurde von anderer Seite laut. Die Lichtstelen richteten ihren Schein gen Himmel und seien überhaupt zu hell. Angesprochen wurden fehlende Querungshilfen bei der neuen Planung der Ulmer Straße.

Fahrrad mit Hänger passt nicht in den Aufzug

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Eine Mutter fand, dass sie mit Fahrrad und Anhänger, in dem ihre Kinder sitzen, nicht in den Aufzug an der Bahnüberführung passe. Kritik gab's auch dafür, dass der Wertstoffhof montags geschlossen sei. Ein Bürger forderte von der Stadt Aktivitäten gegen das Ladensterben oder ob dies an zu hohen Mietforderungen liege? Bürgermeister Janson sagte dazu, dass die Stadt da gar nichts ausrichten könne, weil das eine reine private Geschäftssache sei.

Eingangs hatte Janson seinen Rechenschaftsbericht vorgelegt. Zunächst ging er auf die Finanzlage ein: Nach dem Rekordhaushalt 2007 mit hohem Gewerbesteueraufkommen machen sich im Etat 2009 die zu erwartenden "Spätfolgen" bemerkbar. Die Stadt wird an den Landkreis Neu-Ulm voraussichtlich 7,6 Millionen Euro Umlage abführen müssen. Aufgrund gestiegener Steuerkraft wird es 2009 auch keine Schlüsselzuweisung geben. Die Verschuldung der Stadt liegt bei rund 3,5 Millionen, pro Kopf macht das 270 Euro. Dem Schuldenstand steht eine Rücklage in Höhe von 5,9 Millionen Euro gegenüber. "Rein rechnerisch", so Janson, "wäre die Stadt schuldenfrei." Der Bürgermeister machte aber auch klar, dass die gegenwärtige weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise auch Auswirkungen auf den städtischen Haushalt haben wird.

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