Montag, 22. Dezember 2014

03. Februar 2013 18:22 Uhr

Altenstadt

Tolle Stimmung und ganz besonderer Charme

Zum 45. Mal wird der Markt zur Faschingshochburg Von Zita und Armin Schmid

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Für knapp zwei Stunden wandelte sich Altenstadt zum 45. Mal zur Faschingshochburg. Knapp 50 Guggenmusik-Gruppen, Narrenzünfte, Themenwagen und Fußgruppen schlängelten sich durch die Marktgemeinde und verbreiteten bei trockenem und leicht sonnigem Wetter ausgelassene Faschingsstimmung. Aus den dicht gedrängt stehenden Zuschauerreihen heraus ließen sich tolle Kostüme, bunte und schillernde Gruppen und prächtige Motivwagen hautnah und live miterleben.

„Wegen der tollen Stimmung und der schönen Umzugsstrecke inmitten des Ortskerns komme ich jedes Jahr gerne nach Altenstadt“, sagte Elfriede Sammer aus Neu-Ulm über den besonderen Charme des bunten Faschingstreibens. Die vielen Zuschauer sollten auch dieses Jahr nicht enttäuscht werden. Den Grundstein dafür legten die Altenstadter Narrenzünfte und Faschingsgruppen selbst. Sie organisierten nicht nur den Umzug mit und bewirteten teilweise die Besucher, sondern nahmen auch am närrischen Gaudiwurm selbst teil. Mit dabei waren wieder die Schedder Häxa, Filzinger Grias Boale, Altastadtr Schella Vegl, Unteroich‘r Keazalälle, die Narrenzunft Illerhexen und die Guggamusik BläachGuggaFätzzer. Dass der Altastadtr Faschingsomzug nun von rund zehn Vereinen aus Altenstadt und den Ortseilen auf die Beine gestellt wird, hat dem traditionellen Gaudiwurm gut getan und eröffnet eine verlässliche Perspektive für die Zukunft.

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Mit einer närrischen Messe ging es los

Wenn in Altenstadt Fasching gefeiert wird, dann richtig. Nicht erst zum Umzug am Nachmittag waren die Narren los. Bereits schon Stunden vorher bei der „Narrenmesse“ im örtlichen Gotteshaus fiel der Startschuss für das verrückte Treiben. Schräg, laut und unheimlich viel gute Laune versprühend sorgten die Altenstadter „BläachGuggaFetzzer“, die Guggenmusik X– Treme Konstanz, die Neckar-Bätscher Neckartailfingen und die „BlechBeatGugga“ aus Oberelchingen mit viel Rhythmus für Faschingslaune im Kirchenrund.

Mit Applaus wurde bei dieser fünften Altenstadter Narrenmesse nicht gespart, es durfte gelacht und mitgeklatscht werden. Auch Pfarrer Martin Jung war in Faschingsstimmung. „Die Narrenmesse, die ist toll, drum ist das Gotteshaus so voll…“, freute er sich angesichts der voll besetzten Kirche in „Old-Town-City“, wie er sagte. „… bei der Predigt schlaft nicht ein und lasst wenn möglich das Schnarchen sein“, begann Jung seine Büttenpredigt, die er wie die Jahre zuvor in Reimen zum Besten gab. Die Sorge des Pfarrers war umsonst. Die vielen „närrischen Christen“ und „christlichen Narren“ belohnten seine Predigt mit Aufmerksamkeit und Applaus. Hier ein kleiner Auszug: „… Ob Fasnacht, Fasching, Karneval, dahinter steckt doch allzumal/ des Menschen Wunsch, trotz vielem Leiden, das Böse aus der Welt zu treiben./ Weil viele Sorgen und Probleme uns plagen, möchten die Narren euch einfach sagen,/ dass auch Humor und Lachen/ diese Welt kann anders machen….“

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Altenstadt | Neu-Ulm | Martin Jung

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