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29. Juli 2010 20:00 Uhr

Trickbetrug mit neuer Masche

Die Masche mit der Autopanne: Die Polizei warnt vor Trickbetrügern, denen ein Oberallgäuer auf den Leim gegangen ist.

Eine spezielle Serie von Trickbetrügereien findet momentan im Allgäu seine Fortsetzung. Grund genug für die Polizei, erneut eindringlich vor der Masche mit der Autopanne zu warnen, die bisher in ähnlicher Form vor allem im Ausland angewendet wurde.

Personen, zumeist aus den Ostblockstaaten, täuschen mit ihrem Auto am Fahrbahnrand eine Panne vor (zum Beispiel bei eingeschalteter Warnblinkanlage oder durch Heranwinken anderer Fahrzeugführer) und bringen so Verkehrsteilnehmer zum Anhalten. Beim folgenden Gespräch wird von den Tätern vorgebracht, dass man in einer Notlage stecke oder wegen Benzinmangel liegen geblieben sei. In dieser Situation erbitten sich die Betrüger eine finanzielle Unterstützung in Form von Bargeld - im Gegenzug wird Schmuck, in den meisten Fällen wertlose Goldringe, als "Pfand" übergeben. Die hilfsbereiten Personen bekommen ihr ausgeliehenes Geld in der Regel nicht wieder zurück, auch wenn dies die Täter glaubhaft versichern und sogar ihre "Personalien" oder "Erreichbarkeiten" hinterlassen.

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Dieser Masche ist am Mittwochnachmittag auch ein 46-jähriger Oberallgäuer auf den Leim gegangen. Der Mann war auf eine vermeintliche Fahrzeugpanne an der B 12 aufmerksam geworden. Er hielt an und übergab im weiteren Verlauf 100 Euro, nachdem von der Person am Straßenrand eine Notlage vorgebracht wurde. Die im Gegenzug überlassenen Schmuckstücke dürften größtenteils wertlos sein. Der Oberallgäuer merkte sich das Auto-Kennzeichen, sodass die Polizeiinspektion Kempten auch einen Täter ermitteln dürfte.

Es handelte sich um einen schwarzen BMW der 5er-Reihe mit VB-Zulassung (Vogelsbergkreis in Hessen). Täter, die in der Vergangenheit mit der gleichen Masche im Bereich des Präsidiums Schwaben Süd/West leider erfolgreich waren, reisten in Fahrzeugen mit deutscher, spanischer oder französischer Zulassung.

Die Polizei rät in diesen Fällen nochmals:

Lässt sich überprüfen, ob es sich um eine tatsächliche oder vorgetäuschte Notlage handelt (z.B. durch Blick auf die Tankanzeige)?

Lassen Sie sich nicht überrumpeln oder unter Druck setzen, holen Sie möglichst weitere Personen (Bekannte etc.) hinzu.

Übergeben Sie kein Bargeld an fremde Personen.

Lassen Sie sich den Ausweis zeigen und notieren Sie sich das Kfz-Kennzeichen.

Kommt Ihnen das Verhalten verdächtig vor, informieren Sie umgehend die Polizei. (az)

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