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11. November 2010 20:40 Uhr

Ungelöstes Problem

Bellenberg Seit Langem besteht in Bellenberg bezüglich der Verkehrsbelastung durch die alte Bundesstraße ein ungelöstes Problem. Aus diesem Grund traf sich der Ortsvorstand der Partei Die Linke nach Einladung von Anwohnern zu einem Ortstermin in Bellenberg.

Starkes Verkehrsaufkommen in Bellenberg. Mitglieder der Partei Die Linke sehen ungelöste Probleme. Foto: zg
Foto: zg

Bei diesem Treffen wurde die Problematik schnell veranschaulicht. Zu den Stoßzeiten wälzt sich eine regelrechte Verkehrslawine durch die Ortschaft. Es bilden sich lange Staus und vor allem Fußgängern ist es fast unmöglich, ohne Gefährdung die Hauptverkehrsstraße zu überqueren. Ein Bellenberger Bürger erzählte, wie schwierig es vor allem für ältere Leute oder Familien mit Kindern sei, zum Beispiel am Kreisverkehr bei der Sparkasse die Straßenseite zu wechseln.

Autobahnanschluss hilft nur bedingt

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Mit einer Verkehrsbelastung von weit über 10 000 Fahrzeugen am Tag, so Die Linke, müsste für Bellenberg eine Lösung gefunden werden. Der Neubau eines Autobahnanschlusses in Tiefenbach löst das Problem aber nur bedingt, ist zudem wirtschaftlich nicht sehr sinnvoll. Die Anschlussstellen Vöhringen und Illertissen liegen lediglich sechs Kilometer auseinander und verschlechtern die Verkehrssituation für die Anwohner in Tiefenbach ebenfalls erheblich, erklärt Linke-Ortsvorsitzender Thomas Restel.

Die Idee einer Ortsumfahrung für Bellenberg gestalte sich ebenfalls schwierig. Die angedachte Umfahrung über die Illertangente verlagert das Problem in den Westen von Bellenberg, zudem würde ein Ausbau auch das Sportgelände und das Naturschutzgebiet an der Iller tangieren.

Trotzdem fordert Die Linke, Maßnahmen zu ergreifen, um die Verkehrsbelastung wenigstens zu verringern und Fußgängern einen sicheren Wechsel der Straßenseiten zu ermöglichen. Daher setzt sich die Partei für eine neue Fußgängerampelanlage beim Kreisverkehr Memminger Straße/Bahnhofstraße ein. Zwar gibt es bereits eine Ampel weiter nördlich an der Bauerngasse, allerdings wird die von den Besuchern der Sparkasse, der Bäckerei, der Apotheke oder auch des Drogeriemarkts aufgrund der weiten Entfernung kaum genutzt. Auch an ein Durchfahrtverbot für Lastwagen könne gedacht werden, sofern sie nicht ansässige Unternehmen in Bellenberg bedienen. Außerdem wird eine 30er-Zone ins Spiel gebracht. Im Sinne der Anwohner sollte eine vernünftige Lösung gefunden werden. Daher appelliert die Linkspartei auch an den Gemeinderat in Bellenberg, sich dieser Thematik anzunehmen. Durch die Vorlage der statistischen Erhebungen der Verkehrszählungen im Zuge des geplanten Autobahnanschlusses im November wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, sich mit einer Lösung des Problems zu befassen. (zg)

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