Wortmeldungen zeigen, was Winterrieder bewegt. Bürgermeister Brosch antwortet
Winterrieden „An der Dobeldeiche südlich von Winterrieden werden immer wieder Grünabfälle abgelagert“, bemängelte Ernst Pfeiffer, Naturschutzwächter des Landkreises Unterallgäu, bei der Bürgerversammlung. Diese illegalen Ablagerungen, die auch die Vermehrung des japanischen Springkrauts fördern, seien eine Straftat. „Wenn wir so etwas dulden, verunreinigen wir unseren eigenen Wald“, betonte Bürgermeister Brosch. Die Gemeinde werde künftig beobachtete Verstöße sofort zur Anzeige bringen.
„Momentan sehe ich das Thema Windkraft in Winterrieden nicht vorrangig“, beantwortete Brosch eine Frage von Christian Faul. Der Regionalverband Donau-Iller schlage im Gemeindebereich drei Standorte vor. Das Gebiet UA 13 beim „Schlossberg“ östlich der B 300 Richtung Boos befinde das Ratsgremium für akzeptabel. Allerdings seien die Abstände von fünf bis 15 Kilometer zum Deutschen Wetterradar noch nicht festgeschrieben.
Der tagein tagaus über die Hauptstraße fahrende Schwerlastverkehr ist für Anton Saur ein Störfaktor. „Die teilweise aus dem Ausland stammenden Lkw werden immer schwerer. In ein paar Jahren ist die Straße wieder kaputt“, beklagte er. Josef Müller schlug vor, die Sanierung aller Straßen im Gemeindegebiet in einigen Jahren auf alle Bürger umzulegen. „Das wäre für die Zukunft gerecht.“ Beim laufenden Ausbau der Bundesstraße B 300 nach Babenhausen werde zunächst der Rand fertiggestellt, dann erst die Fahrbahn saniert, beantwortete Brosch die Nachfrage von Werner Dreher.
Marode Kapelle an der B 300 soll saniert oder versetzt werden
„Die Kapelle an der B 300 Richtung Boos befindet sich in einem schlimmen Zustand“, bemängelte Manfred Frank. „Eigentlich sollte das marode Bauwerk, das offensichtlich niemandem gehört, im Rahmen des Straßenausbaus saniert oder versetzt werden“, beantwortete Brosch. „Nach Ermittlung der Grenzen werden wir entscheiden, was wir tun“, bezog er Stellung zur maroden Mauer am Fußweg der Reichauer Straße.
Manfred Malinowski beklagte sich, dass von den alten Weiden am Bach oftmals Äste herunterfallen. „Grundsätzlich bin ich gegen eine Abholzung von Bäumen auf öffentlichem Grund“, so Bürgermeister Brosch. (clb)
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