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03. Juni 2008 20:50 Uhr

"Wir wollen nicht länger Milchsklaven sein"

Einige Hundert der 2400 Milchlieferanten der Genossenschafts-Milchwerke Schwaben (Weideglück) haben sich gestern vor den Toren des Milchwerkes in der Reuttier Straße in Neu-Ulm versammelt, um den seit einer Woche vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) ausgerufenen Milchlieferstopp zu unterstützen.

"Wir werden das durchhalten, die Beteiligung der Streikenden ist hoch und sie wächst täglich. Natürlich ist es nicht leicht. Wir müssen die Arbeit auf unseren Höfen liegenlassen und erleiden schmerzliche Verluste, wenn wir die Milch wegschütten, statt sie zu vermarkten. Aber ein zu niederer Milchpreis verursacht uns in einem Jahr wesentlich schmerzlichere Verluste", unterstützte der BDM-Mitorganisator Hubert Renz seinen Kollegen.

Nach Aussagen der BDM-Leitung stehen nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Bio-Milch-bauern und die gesamte Landwirtschaftsindustrie hinter den Forderungen der Milchbauern.

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"Stellen Sie sich hinter uns, treten Sie dem BDM bei und kämpfen Sie mit uns für einen fairen Milchpreis und gegen die Milchindustrie", forderte Karl-Heinz-Kühl den Vorstandsvorsitzenden der Milchwerke Schwaben, Karl Baisch auf. Er berichtete, dass auch die Produktion der Milchwerke Schwaben wegen der geringeren Liefermengen gedrosselt werden musste. "Wir werden wahrscheinlich bestimmte Lieferverträge nicht einhalten können", fügte er hinzu.

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