Dienstag, 30. August 2016

30. Oktober 2013 09:00 Uhr

SPD Illertisen

Zuhören, lernen, entscheiden

34 Jahre alter Marineoffizier aus Neu-Ulm soll bei der Kommunalwahl 2014 das Illertisser Rathaus entern

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Illertissen Er hat auf der Gorch Fock seine Ausbildung gemacht, ist mit der Fregatte Bayern bei rauer See über den stürmischen Nordatlantik geschippert und war ein halbes Jahr in Afghanistan stationiert – der 34 Jahre alte Marineoffizier Alexander Schilling. Bei der Kommunalwahl im Frühjahr, wenn seine Dienstzeit bei der Bundeswehr beendet sein wird, soll der Kapitänleutnant für die SPD das Illertisser Rathaus entern. Am Montagabend nominierte der Ortsverband Schilling zum Kandidaten für die Wahl des Bürgermeisters. Von 23 Wahlberechtigten votierten im Bahnhofshotel 23 für ihn.

Schilling beschrieb in seiner Bewerbungsrede seine erste Reaktion auf die Anfrage von SPD-Vorsitzenden Kasim Kocakaplan, ob er sich vorstellen könne, als Bürgermeisterkandidat anzutreten, da Amtsinhaberin Marita Kaiser Landrätin im Unterallgäu werden wolle. Schilling: „Davon habe ich doch keinen blassen Schimmer. Und außerdem kennt mich doch kein Schwein.“ Nach einer gewissen Bedenkzeit sei er aber zu der Überzeugung gelangt, dass „Bürgermeister in und für Illertissen“ zu werden eine „spannende Aufgabe“ und „neue Herausforderung“ werden könne.

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Zwischenzeitlich habe er die Stadt in langen Spaziergängen erkundet. Sein Befund: „Es gefällt mir schon sehr gut. Meinem Hund übrigens auch.“

Seinen Führungsstil umriss der studierte Pädagoge mit „zuhören, lernen, entscheiden“. Unter „zuhören“ und „lernen“ versteht der Offizier in erster Linie: „Alle Fakten müssen auf den Tisch, auch unangenehme. Dann muss gemeinsam die beste Lösung gesucht werden.“ Entscheiden heißt für den Zivilisten Schilling „Mehrheiten suchen“.

"Unbefangen auf Menschen zugehen können"

Ohne auf die Mitbewerber um das Amt des Rathauschefs einzugehen, bezeichnete der 34-Jährige es als seinen großen Vorteil, „unbefangen auf die Menschen zugehen zu können“.

Bei seinen bisherigen Besuchen in Illertissen – als amtierender SPD-Vorsitzender in Neu-Ulm oder als Wahlkampfmanager des frisch gebackenen Bundestagsabgeordneten Karl-Heinz Brunner – habe er Menschen kennengelernt, die zu Recht stolz auf ihre Stadt seien. Umso weniger könne er deshalb verstehen, dass sich die Verantwortlichen nicht mehr Gehör im Landkreis Neu-Ulm verschafften, sondern stattdessen „wie die Kesselflicker“ mit Bellenberg um Zufahrten zu einem Autobahnzubringer streiten“.

In seiner Ansprache an die Genossen skizzierte er auch stichwortartig sein politisches Programm. Beispielsweise würde er als Bürgermeister darauf hinarbeiten, die „Stadteingänge“ attraktiver zu gestalten, die Brachen an der Bahnlinie in städtischer Regie zu entwickeln, die Stadtteile stärken und Wirtschaft und Tourismus fördern. Das bestehende Kulturangebot gelte es mindestens zu erhalten, ebenso die weitgehende Schuldenfreiheit.

Seine Vision ist eine „aktive, familienfreundliche und ökologische Stadt“, die den demografischen Wandel nicht außer Acht lasse. Die wichtigste Frage möchte der SPD-Bewerber in „Bürgerwerkstätten“ klären. „Wo will Illertissen in den nächsten 20 Jahren hin?“

Seine Ausführungen, und wohl vor allem seine Schlussworte, wonach Illertissen etwas ganz Besonderes sei, quittierten die Parteifreunde mit Standing ovations.

Auf die obligatorische Frage von Wahlleiter Karl-Heinz Brunner, ob er die Wahl annehme, antwortete ein nach eigenen Worten vom Ergebnis überwältigter und sichtlich erleichterter „Alex“ Schilling aufgekratzt: „Aber hallo.“

Vorsitzender: Die Zeichen stehen günstig

Von seinen Genossen erhielt der Kandidat ein Schiffssteuerrad (Kaleu Schilling: „Kleiner als auf der Gorch Fock.“) und eine Fleece-Weste in Parteifarbe und einer großen „1“ auf der Brust – weil es im Wahlkampf „saukalt“ werden kann. Kasim Kocakaplan sieht in Alexander Schilling mehr als einen Hoffnungsträger. „Die Zeichen stehen günstig. Wir müssen gemeinsam kämpfen und auf Sieg spielen.“

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Ein Artikel von
Bernd Kramlinger

Illertisser Zeitung
Ressort: Lokalnachrichten

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