Wagen war auf der B300 bei Ziemetshausen ins Schleudern geraten Von Maximilian Czysz


Ziemetshausen Sieben Meter in die Tiefe stürzte am Samstag gegen 13.15 Uhr ein Jeep am B300-Brückenbauwerk über den Schellenbach. Der 55-jährige Fahrer aus dem Landkreis Aichach-Friedberg erlag seinen schweren Verletzungen. Der Wagen war ins Schleudern geraten. Warum? Das ist unklar.
Einen Spaziergängerin hatte beobachtet, wie der ältere Jeep im Graben landete. Die Frau war nur wenige Hundert Meter von der Unfallstelle entfernt und verständigte sofort die Notdienste. Doch jede Hilfe kam zu spät: Der Familienvater aus dem Raum Aichach hatte den schweren Aufprall nicht überlebt.
Nach den Ermittlungen der Polizei war der Mann in Richtung Krumbach unterwegs gewesen. Auf Höhe Ziemetshausen kam er zunächst aus bislang unbekannter Ursache nach rechts auf das leicht schneebedeckte Bankett. Der Fahrer versuchte vermutlich gegenzulenken und geriet deshalb ins Schleudern. Der Wagen querte die Gegenfahrbahn, prallte gegen eine Böschung am Fahrbahnrand und überschlug sich. Anschließend durchbrach der Jeep das Buschwerk – von dort ging es unmittelbar vor der rund sieben Meter hohen Brücke die Böschung hinab.
Fahrer war angeschnallt
Das Fahrzeug schlug mit der Front am Boden auf und blieb nach einigen Metern auf der Beifahrerseite liegen. Der angeschnallte Fahrer erlitt tödliche Verletzungen. Die Helfer der Feuerwehr Ziemetshausen und Thannhausen bargen den Mann aus dem Autowrack, das nur noch Schrottwert hat.
Auf einen Sachverständigen, der den genauen Hergang des Unfalls rekonstruieren könnte, wurde nach Angaben der Polizei nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft verzichtet.
Da die Spaziergängerin nur den Sturz beobachtet hatte, sucht die Polizei jetzt nach Zeugen, die Angaben zur Unfallursache machen könnten. Sie werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Krumbach unter der Telefonnummer (08282) 905-0 in Verbindung zu setzen.
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