Montag, 20. Mai 2013

15. Dezember 2009 04:55 Uhr

Der Blumenpater und die Schönheit des Glaubens

Maria Vesperbild (pb) - Als Pater der Blumen ist Gerhard Löffler vielen bekannt. Jahr für Jahr schmückt er zusammen mit einer Gruppe ehrenamtlicher Helfer an Mariä Himmelfahrt die Vesperbilder Grotte mit einem farbenprächtigen Blumenteppich. Pater Löfflers Arbeit steht für viele für die Schönheit des Glaubens. "Ganz schön bist Du, Maria": So hat Löffler sein neues Buch, eine Sammlung seiner Marienpredigten, genannt. Im Nachwort greift der Vesperbilder Prälat Dr. Wilhelm Imkamp das Thema der "Schönheit Mariens" auf.

Die Gottesmutter spielt im Wallfahrtsort Maria Vesperbild und im Leben Pater Löfflers gleichermaßen eine herausragende Rolle. Löffler trat 1962 in die Ordensgemeinschaft der "Missionare Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria" ein, 1968 wurde er zum Priester geweiht. Nicht zuletzt als eine Antwort auf die Folgen der Französischen Revolution war diese Gemeinschaft von dem jungen französischen Adeligen Charles-Joseph-Eugène de Mazenod (1782 bis 1861) gegründet worden. Der Weg dieser Gemeinschaft wird von Prälat Imkamp im Nachwort beschrieben.

Löfflers Predigten machen deutlich, wie stark der Kalender durch die Marienverehrung geprägt ist. Die Predigten widmen sich verschiedensten Tagen, an denen Maria im Mittelpunkt steht: dem "Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes" (11. Februar), Mariä Himmelfahrt (15. August) oder "Mariä Namen" (12. September). In verschiedenen Passagen werden die Predigten zu einem bemerkenswerten Streifzug durch die Geschichte. Wir erfahren zum Beispiel, wie Maria zur Schutzfrau Bayerns (Patrona Bavariae) wurde. 1637 hatte ihr Maximilian I. von Bayern auf dem Marktplatz in München (später Marienplatz) eine Säule mit einem Marienbild errichten lassen. 1637 - mitten während des verheerenden Dreißigjährigen Krieges.

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Jahrhunderte später hat sich das Verhältnis der Menschen zum Glauben tiefgreifend gewandelt. Löffler greift dies in seinen Predigten wiederholt auf. "Die geistigen Strömungen der Gegenwart stehen der Marienverehrung entgegen", schreibt er. Doch Maria bleibe "der Lichtblick überhaupt". Auch deswegen, weil sie ein Mensch sei, der "Zeit für dich hat, dem dein Anliegen das Wichtigste ist".

"Schnell zu spät"

Löffler greift die veränderte Lebensperspektive der Gegenwart immer wieder auf, das "immer schneller leben". Aber: "Allzu schnell ist schnell zu spät. Die Schnelligkeit bringt es nicht." Dabei könne auch die Gegenwart nicht auf das Wort "Herz" verzichten. Die Verkörperung des Wortes Herz aber sei - Maria. Das Wort Herz steht für das Buch Löfflers. Es ist kein komplexes, theoretisches Konstrukt, mit seinen Predigten sucht der Blumenpater gewissermaßen das Herz der Menschen.

Gerhard Löffler, "Ganz schön bist Du, Maria", Marienpredigten aus Maria Vesperbild, Nachwort von Wilhelm Imkamp, 160 Seiten, erschienen im fe-medienverlag Kiesslegg.

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