Frühmorgens um 3.30 Uhr machte sich eine Gruppe von 84 angehenden Abiturienten unter der Leitung von Oberstudienrat Hans Komm mit Betreuern auf eine Reise durch die griechische Antike.

Verteilt auf zwei Busse ging es nach Ancona (Italien), von wo aus sie mit der Fähre nach Igoumenitsa übersetzten und griechischen Boden betraten. Am ersten Zwischenziel angekommen, am Fuße der imposanten Felsen, auf denen die Meteora-Klöster erbaut sind, schlugen sie ihr Lager auf einem Campingplatz auf. Mit Feiern und viel Gesang ließ man dort den Abend gemütlich ausklingen, um am nächsten Morgen zu den Klöstern aufzubrechen. Der wundervolle Blick über die Gegend konnte nicht einmal vom Nebel getrübt werden und jeder nahm seine ganz persönlichen Impressionen von den Klöstern wieder mit ins Tal.
Von dort aus führte der Weg weiter nach Delphi, wo sie zuerst im Museum einen Eindruck griechischer Kultur bekamen, bevor sie die Kultstätte besichtigten. Noch am selben Tag kam die Gruppe gegen Abend in Athen an. Die Vier-Millionen-Einwohnerstadt ist ganz und gar nicht mit Krumbach vergleichbar. Doch fanden sich die Schüler abends in der historischen Altstadt, der sogenannten "Plaka", doch recht gut zurecht, sodass die Gruppe doch wieder vollzählig war, nachdem sie das Nachtleben dort ausgiebig erkundet hatte.
Der folgende Tag startete mit einem Besuch im Nationalmuseum und anschließendem Marsch auf den höchsten Punkt Athens, von wo aus man bei ausnahmsweise gutem Wetter eine herrliche Sicht über die Stadt genießen konnte. Regierungsgelände und Olympiastadion wurden ebenfalls noch besichtigt.
Der angeblich schönste Sonnenuntergang der Welt in Kap Sounion fiel am Abend buchstäblich ins Wasser, da den Abifahrern der stark bewölkte Himmel die Sicht verwehrte.
Allerdings glich das herrliche gemeinsame Essen wenig später diesen kleinen Wermutstropfen gebührend aus. Das letzte Ziel in Athen war die Akropolis, die trotz des mächtigen Gerüsts, welches sie wegen Renovierungsarbeiten umgab, einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Regen vereitelt Übernachtung am Strand
Über den Kanal von Korinth zogen die zwei Busse samt dem schlechten Wetter weiter nach Epidaurus, wo sich die Schüler und ihre Betreuer im antiken Theater durch inbrünstige Gesänge von der fabelhaften Akustik überzeugen konnten. Für den Abend war ursprünglich eine Übernachtung am Strand geplant, die durch den Regen unmöglich gemacht wurde. Da auf der Insel Zakynthos besseres Wetter gemeldet war, wurde die Reise dorthin kurz entschlossen vorgezogen. Das hieß für die Schüler Stranddisco und für die Busfahrer Schlaf bis drei Uhr morgens. Um diese Zeit erschienen alle wieder gesammelt an den Bussen und es ging weiter zur Fähre.
Wie erhofft schenkte ihnen der erste Tag auf der Insel, die auch "Blume des Ostens" genannt wird, Sonne und Urlaubsgefühle pur. Die geplante Motorbootfahrt musste zwar wegen zu starken Wellengangs ausfallen, doch das trübe Wetter konnte keinesfalls die Stimmung der "Regengötter des SKG" trüben. Das Meer wurde kurzerhand zum Erlebniswellenbad erklärt.
Die letzte Station der eingeschworenen Truppe war das historische Olympia, ein riesiges Gelände. Ein wenig wehmütig verließen die SKG-ler es, denn von nun an ging die Reise wieder heimwärts.
In Krumbach angekommen waren alle um viele geniale Erlebnisse reicher und auch um die Erkenntnis, dass selbst das schlechteste Wetter einer unvergesslichen Abifahrt keinen Abbruch tut.
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