Zwei mögliche Standorte werden gemeldet
Ellzee Eigentlich sollte der Urlaubsmonat August sitzungsfrei bleiben, eine termingebundene Stellungnahme an den Regionalverband Donau-Iller zum Thema erneuerbare Energien (Windkraft) ließ die komplett anwesenden Räte doch noch zusammenkommen.
Bei der Beurteilung möglicher Standorte für Windkraftanlagen kristallisierten sich zwei Alternativen heraus. Der favorisierte Standort liegt an der Südgrenze der Gemeinde an der Bahnlinie in einem Waldgebiet im Bereich des Hungerberges und der Rohrerstraße, ist aber nur in Verbindung mit der Nachbargemeinde Behlingen (Kammeltal) möglich. An diesem Standort mit Vorprägung wären drei Windkraftanlagen vorstellbar. Als zweiter Standort, allerdings ohne Vorprägung, käme der Genossenschaftswald in der Gemarkung Hausen infrage.
In einer lebhaften Diskussion betonte der Zweite Bürgermeister Ferdinand Bisle, es gelte, ein Signal zu setzen, das gegenüber der Bevölkerung, die mit eingebunden werden muss, vertretbar ist. Schon heute kann Ellzee aus den vorhandenen Biogasanlagen, dem Wasserkraftwerk und den Solarmodulen 109 Prozent des eigenen Bedarfs ausschöpfen.
Bei einer Abstimmung am Ende der Diskussionen gab es ein klares Votum für die erneuerbaren Energien. Mit zwei Gegenstimmen wurde für den Ellzeer Standort, mit einer Gegenstimme für den Hausener Standort gestimmt, wobei einem Bürgermodell gegenüber auswärtigen Investoren der Vorzug gegeben wird. Das Abstimmungsergebnis wird dem Regionalverband Donau–Iller übermittelt, das für weitere Entscheidungen zuständig ist. Erübrigt hat sich dadurch das Vorhaben, eine eigene Machbarkeitsstudie zu diesem Thema in Auftrag zu geben. (eos)
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