Donnerstag, 20. Juni 2013

30. Januar 2012 20:39 Uhr

Brand auf Firmengelände

Feuer in Balzhausen: Identität des Toten geklärt

Das Rätsel um den aufgefundenen Toten nach dem Brand auf dem Gelände eines Ziegelherstellers ist gelöst.

Die Identität des Mannes, der bei dem Brand im Lagergebäude eines Ziegelherstellers in Balzhausen ums Leben gekommen war, ist geklärt. Wie die Polizei berichtet, ergab die Obduktion, dass es sich bei dem Toten um einen 32 Jahre alten Mann handelt, der in einem Wohnwagen in dem Lagerhaus gewohnt hat. Die Obduktion hat zudem ergeben, dass der Firmenangehörige bei dem Feuer sein Leben verloren hat. Nach Angaben der Polizei liegt keine Gewalteinwirkung durch Dritte vor. Zur Brandursache kann die Polizei derzeit keine Angaben machen.

Gegen 7.30 Uhr war am Sonntag der Brand bemerkt worden, rasch waren dann die weit über 200 Einsatzkräfte vor Ort. Doch es war kein leichtes Unterfangen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, zahlreiche Atemschutzträger waren im Einsatz. Ein Teil des Daches stürzte ins Innere, die Nord- und die Westseite des rund 25 auf 30 Meter umfassenden Hallenkomplexes waren einsturzgefährdet.

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Tiefe Betroffenheit

„Mir fehlen die Worte angesichts dieser Ereignisse“: Tiefe Betroffenheit und Trauer waren spürbar, als wir Stefanie Schütz, Präsidentin des Balzhauser Karnevalsclubs KC Ballustika, am Telefon erreichten. Der Sonntag: Das hätte ein großer Faschingshöhepunkt werden sollen, rund 15000 Besucher wurden erwartet. Doch mit Blick auf die bitteren Ereignisse rückte der Umzug schnell in den Hintergrund. Angesichts des Großbrandes im Balzhauser Ziegelwerk hatten die Verantwortlichen umgehend den großen Umzug abgesagt. „Die Betroffenheit ist groß“, sagte Bürgermeister Gerhard Glogger während der Pressekonferenz am Sonntag. Nach dem Umzug hätte die zentrale Abschlussveranstaltung im Bereich der Firma stattfinden sollen.

Nach dem verheerenden Feuer hält das Dorf Balzhausen zusammen. Von allen Seiten habe es nach dem Hallenbrand Hilfsangebote und Zuspruch gegeben, berichtet Stefanie Schütz. „Das war phänomenal.“

Ex-Aktive genauso wie Nichtmitglieder hätten sich gemeldet und ihre Unterstützung angeboten. Wie hoch die finanziellen Einbußen für den KC Ballustika durch den abgesagten Faschingsumzug sind, lasse sich derzeit noch nicht beziffern. Krapfen und Würstel seien am Sonntagmorgen vor allem an die Mitglieder der Feuerwehren verteilt worden, sagte Stefanie Schütz.

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