Hochwasserschutz für Gewerbegebiet. Wasserwirtschaftsamt lässt Projekt nach Bürgerentscheid ruhen
Deisenhausen Ursprünglich war ein Gesamtkonzept „Hochwasserschutz Günz“ im Gespräch. Beim Bürgerentscheid am 15. Januar in Erkheim wurde das Konzept aus Kostengründen jedoch abgelehnt. Nun hat das zuständige Wasserwirtschaftsamt Kempten der Gemeinde Deisenhausen mitgeteilt, dass das Projekt „Hochwasserfreilegung Günz“ für mindestens ein Jahr nicht weiter verfolgt wird. Die Gemeinde Deisenhausen hat sich aber verpflichtet, eine Hochwasserfreilegung für das Gewerbegebiet „Schildbachstraße“ zu realisieren. Zweiter Bürgermeister Franz Durm stellte drei mögliche Varianten vor.
Variante 1 Sie trägt die Bezeichnung „Hochwasserfreilegung HQ 100 + 15% Klimazuschlag“ und wäre die umfassendste Lösung. Dabei bedeutet diese Bezeichnung die Ausrichtung auf ein „Jahrhundert-Hochwasser“ mit entsprechender Abflussregelung. Hier würden Mauern eingebaut und eine Flutmulde geschaffen. Die Kosten liegen bei über drei Millionen Euro. Der Freistaat Bayern würde sich zur Hälfte beteiligen.
Variante 2 Sie wäre ein Schutz allein für das Gewerbegebiet „Schildbachstraße“ und wurde deshalb im Gemeinderat nicht weiter diskutiert.
Variante 3 Dabei geht es um den innerörtlichen Ausbau gemäß Planung für eine Gesamtlösung „Günz inklusive Rückhaltebecken“. Als Kosten wurde ein Betrag von 800000 Euro genannt. Zuschüsse wären möglich. Der Gemeinderat billigte einstimmig diese Variante 3.
Straßenbeleuchtung Durch neue regulatorische Festlegungen der Bundesnetzagentur ist der bestehende Vertrag mit dem Überlandwerk Krumbach (ÜWK) hinfällig. Während das Kabelnetz stets Eigentum des ÜWK ist, kann dies bei den Leuchten gesondert geregelt werden, also entweder die Gemeinde oder das ÜWK. Das Gemeindegremium entschied sich einstimmig beim Eigentumsverbleib beim ÜWK. Die Vertragslaufzeit beträgt vier Jahre.
Feuerwehr Um künftig bei den Wahlen der Kommandanten und der Vereinsvorstandschaft eine gleiche Wahlperiode haben zu können, haben der Kommandant Christian Fendt und der Zweite Kommandant Christoph Scherer ihre Ämter niedergelegt. Christian Fendt steht für eine Neuwahl nicht mehr zur Verfügung. Scherer beantragt die Kostenübernahme bei der Ausbildung von Atemschutzträgern im Brandschutzcontainer in Neu-Ulm. Pro Jahr sollen vier Feuerwehrmitglieder diese Ausbildung ablegen. Die Kosten von 52 Euro pro Ausbildung trägt die Gemeinde.
Flexibusses Die Einführung des im Landkreis Günzburg hat sich zwischenzeitlich zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Das hat den Freistaat Bayern veranlasst, dieses Modell als Pilotprojekt auf den ganzen Landkreis Günzburg auszudehnen. Auch die Gemeinde Deisenhausen wird Vertragsmitglied. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren. Entstehende Fehlbeträge für den Betreiber werden zu 70 Prozent vom Freistaat Bayern übernommen, der Landkreis Günzburg trägt 15 Prozent und die restlichen 15 Prozent entfallen auf die Landkreisgemeinden. Für Deisenhausen dürfte ein Betrag von 1500 Euro anfallen, bisher waren es 3600 Euro.
Sonstiges Der Erisweilerweg zwischen Neuburg und Deisenhausen wird in den nächsten Wochen ausgebaut. Kostenregelung erfolgt zwischen der Marktgemeinde Neuburg und der Gemeinde Deisenhausen; die St. Leonhard Kapelle in Nordhofen wird außerdem saniert. Die Ausschreibung ist erfolgt. Und: Um eine bessere Qualität der Handyverbindungen zu bekommen, wird der Funkturm erhöht.
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