Mittel für Wegebau freigegeben. Nach längerer Diskussion für Klimakonzept des Landkreises
Ellzee Eine Änderung mit einem komplett neuen Bauantrag eines Hallenneubaus im Ellzeer Industriegebiet beim Bahnhof war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Nach den aktuellen Angaben werden die beiden in der Vormonatssitzung bereits genehmigten Lagerhallen nun um knapp fünf Meter schmaler mit einer überdachten Fläche von je 1626 Quadratmetern. Wegen geringer Überschreitung der Baugrenze und der Grundflächenzahl war eine Befreiung erforderlich, die erteilt wurde.
Feldwege Genehmigt vom Gemeinderat wurde ferner eine Rechnung über 2630 Euro für den Unterhalt der Feldwege in der Gemarkung Hausen. 2500 Euro sind im Haushaltsplan dafür bereits vorgesehen.
Biberschaden Die Instandsetzung der Ortsverbindungsstraße zwischen Ellzee und Hausen aufgrund eines Biberschadens kostete 3321 Euro. Ein Antrag an das Landratsamt um Übernahme der Kosten aus dem Biberfonds wurde abgelehnt, sodass die Gemeinde die Kosten tragen muss.
Brückenschäden Gemeinderätin Gabriele Schmucker wies auf Aufwerfungen am Belag der Günzbrücke hin. Bürgermeister Karl Schlosser sprach daraufhin das Problem an, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge mit dem Gewicht von bis zu 40 Tonnen die Brücke überquerten, obwohl nur eine Traglast von 16 Tonnen freigegeben sei.
Klimakonzept Ellzee macht mit beim Klimakonzept des Landkreises. Das ist der Konsens nach längerer Diskussion im Ratsgremium. Das Konzept soll als gemeinsame Handlungsgrundlage zur Energiekostensenkung und interkommunale Untersuchungen über den Energieverbrauch bei den erneuerbaren Energien dienen.
Während Gemeinderat Johann Schnitzler darin keine Vorteile für die Gemeinde sah, stand Zweiter Bürgermeister Ferdinand Bisle dem Vorhaben des Landkreises positiv gegenüber und sah es als Chance, auch in Ellzee etwas zu bewegen. Beim Zustandekommen des Konzepts rechnet Ellzee mit einer finanziellen Beteiligung von rund 1500 Euro.
Infrarotbilder Der Aktion „Infrarotbilder Ihres Hauses“ der Verwaltungsgemeinschaft Ichenhausen in Zusammenarbeit mit Erdgas Schwaben für Privathaushalte standen die Räte dem Vorhaben skeptisch gegenüber. Das Angebot von 98 Euro für Erdgaskunden und 148 Euro für Nichtkunden soll, so wurde seitens der Betreiber angeregt, gemeindlich mit zehn Euro pro Haushalt unterstützt werden.
Zweiter Bürgermeister Ferdinand Bisle sah dafür die Relation zwischen Kosten und Verwaltungsaufwand zu groß, zumal er das Interesse der Gemeindebürger daran nicht allzu groß einschätze. Außerdem stelle die Aktion eine einseitige Bindung dar. Gemeinderat Johann Schnitzler wies darauf hin, dass derartige Aufnahmen oft nicht den gewünschten Erfolg vermittelten und zudem in der freien Wirtschaft erheblich günstiger zu erwerben seien. So beschloss der Gemeinderat einstimmig, von dem Angebot keinen Gebrauch zu machen.
Sitzungstermin Termin der nächsten Gemeinderatssitzung ist Donnerstag, 27. Oktober. Beginn ist um 20 Uhr. (eos)
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