Dienstag, 21. Mai 2013

07. Juli 2011 09:17 Uhr

Ernteentwicklung 2011

Mais bleibt das Hauptprodukt

Amt für Landwirtschaft und Bauern sind vor Beginn der neuen Saison mit Qualität, Quantität und Preisen zufrieden Von Hans Bosch

Krumbach/Waltenhausen Gute Ertragserwartungen bei Mais, Getreide und im Grünlandbereich und dazu stabile hohe Erzeugerpreise. Auf diesen Nenner bringt das Krumbacher Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Entwicklung (AELF) in der Landwirtschaft des Landkreises am Beginn der diesjährigen Ernte. Auch die Bauern sind vor der neuen Kampagne zufrieden. Sie rechnen mit leicht steigenden Erlösen durch einen höheren Verbrauch auf dem Weltmarkt und sehen dadurch für die nahe Zukunft wieder bessere Perspektiven.

Schon in den nächsten Tagen werden die Mähdrescher auf den Äckern mit Winter- und Sommergerste aktiv. Ihr Anteil spielt mit 810 Hektar trotz leicht steigender Tendenz nur eine untergeordnete Rolle. Die größte Anbaufläche nimmt der Mais ein. Nach den Zahlen des AELF steht er im Kreisgebiet inzwischen auf 9000 Hektar, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um 520 Hektar oder 6,1 Prozent entspricht. Einen leichten Rückgang erfuhr der Weizen, der aber noch immer auf 7550 Hektar wächst. In den letzten Jahren rückläufig sind dagegen Kartoffeln, Raps sowie die Eiweißpflanzen Erbsen und Bohnen.

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Und auch die Grünlandfläche nahm noch einmal um knapp 100 auf 12 900 Hektar ab. Allerdings verweist Direktor Georg Stark in diesem Zusammenhang auf 153 Hektar Wiesenfläche, die als Neuansaat in der Statistik auftauchen. Der Mais ist und bleibt im Landkreis wichtigstes Anbauprodukt. Ursache dafür ist der Bedarf für die Biogasanlagen, die es inzwischen fast in jeder zweiten Kreisgemeinde gibt. Für Stark muss dies nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn „Biogas wird immer lediglich eine Ergänzung für die regenerative Stromerzeugung bleiben“. Für viele Landwirte jedoch kann sie zur sicheren Einnahmequelle werden; auch als Zulieferer.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Betrieb von Alois Rampp in Waltenhausen, der sich als früherer Milchviehbetrieb im Jahre 2005 auf den Futteranbau und die Selbstverwertung in der eigenen Biogasanlage am südlichen Ortsrand spezialisierte. Die landwirtschaftliche Anbaufläche von 120 Hektar, davon 60 Prozent Mais, 30 Prozent Gras und 10 Prozent Getreide, verwertet er voll zu Biogas und deckt damit großteils seinen gesamten Bedarf. Zugekauft wird der Rest von benachbarten Landwirten, wie der Stellvertretende Kreisvorsitzende des Bayerischen Bauernverbands Max Mayer, gleichfalls ein Waltenhauser Bauer, bestätigt.

Für Direktor Stark und seinen Mitarbeiter Reinhold Konrad ist der steigende Maisanbau im Landkreis nicht das Problem. Ihre Meinung: „Nach seiner Ernte folgt unmittelbar darauf die Aussaat einer Zwischenfrucht wie Hirse oder Kleegras.“ Die Fruchtfolge werde darüber hinaus durch Weizen, Sojabohnen oder Wintertriticale (Mischung von Weizen und Roggen) gewährleistet. Hinzu komme, dass der Mais durch Zuchterfolge in den letzten Jahren um rund 30 Prozent mehr Ertrag bringe und nur noch einmal im Jahr gespritzt werde. Stark: „Und diese Spritzung gilt dem Unkraut und nicht dem Mais.“

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