Anschaffung nach Diskussion um Feuerwehrauto-Ersatz offengehalten
Krumbach Der Stadtrat erwägt, als Ersatz für ein aus Altersgründen ausgemustertes Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Niederraunau ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Ein Förderungsantrag soll an die Regierung von Schwaben gestellt werden. Über die Notwendigkeit einer Neuanschaffung war eine eifrige Diskussion entbrannt.
Michael Ruf von der Stadtverwaltung informierte, dass das bisherige Fahrzeug erhebliche Mängel aufweise und bereits während eines Einsatzes ausgefallen sei. Es sei inzwischen außer Dienst gestellt worden. Als Ersatz diene derzeit ein Tanklöschfahrzeug der Krumbacher Feuerwehr, das aber ebenfalls aus Altersgründen in absehbarer Zeit entfallen soll. Laut Bürgermeister Hubert Fischer liegen die Kosten für einen Ersatz schätzungsweise bei 250000 Euro. An Fördermitteln durch den Freistaat seien rund 58000 Euro zu erwarten.
Dr. Josef Langenbach (UWFG) erinnerte an einen Stadtratsbeschluss vom November 2011, wonach der Stadtrat Unterlagen über getätigte Einsätze der Feuerwehren forderte. Die jetzt vorgelegte Liste mit Aufzählungen von Einsatzgebieten und Gefahrenpotenzialen der Niederraunauer Feuerwehr entspräche nicht der Intension des Antrags der UFWG, wie Langenbach betonte.
„Niederraunau braucht eine funktionierende Feuerwehr mit einem funktionierenden Fahrzeug“, meinte Gerhard Weiß (CSU). Unabhängig davon benötige der Stadtrat auch Informationen für die Notwendigkeit, so Weiß. Bürgermeister Fischer sah die Fachkompetenz bei den Kommandanten der Wehren. Welches Fahrzeug wohin komme, werde von ihnen abgestimmt. Er war der Meinung: Wenn ein Fahrzeug den Geist aufgebe, dann brauche man Ersatz. Natürlich benötige die Feuerwehr eine funktionierende Ausstattung, aber „was notwendig und was machbar ist, darüber fehlt uns im Stadtrat etwas der Überblick“, meinte Christoph Helmes (SPD). Nach Meinung von Johann Geiger (OL/JW) sollte man die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges voll unterstützen.
Krumbach kann in Niederraunau helfen
Dr. Marcus Härtle (UFWG) dagegen wies auf die „top ausgerüstete Feuerwehr der Kernstadt Krumbach“ hin. Er habe keine Sorge, dass die Krumbacher Feuerwehr im Notfall Niederraunau nicht rechtzeitig erreiche. Die Anzahl der Feuerwehren im Umkreis verglich er mit der Anzahl der Wehren der Stadt Augsburg. „Das würde bedeuten, dass in Augsburg ungefähr alle drei Kilometer eine Feuerwehrstation wäre“, bemerkte er, was aber nicht der Fall sei und dort funktioniere es auch. Bevor er etwas entscheide, möchte er wissen, wie die effektiven Einsatzzahlen sind. Aufgrund der aufgekommenen Diskussion schlug Fischer vor, zu diesem Thema den Kreisbrandrat zu hören. Schließlich einigte man sich im Rat darauf, vorerst den Förderantrag zu stellen, um keine Zeit zu verlieren. Im Beschluss wurde festgehalten, dass die Neuanschaffung vom Rat erwogen werde.
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