Arbeitskampf spitzt sich zu. Bei den Firmen Lingl und Kardex versammelten sich zahlreiche Metaller


Krumbach/Neuburg Wie bereits angekündigt, versammelten sich Freitagvormittag vor dem Betriebsgelände der Kardex Produktion in Neuburg und auf dem Parkplatz der Firma Lingl in Krumbach zahlreiche Beschäftigte, um den Forderungen der Gewerkschaft IG Metall nach mehr Lohn Nachdruck zu verleihen. Der erste Bevollmächtigte der IG Metall Neu-Ulm/Günzburg, Günter Frey, hieß neben den knapp 100 Firmenmitarbeitern auch Delegationen der Firmen Kögel, Burtenbach, Wanzl, Leipheim und Rexroth, Elchingen willkommen und berichtete über den Verhandlungsstand der IG Metall mit den Arbeitgebern.
Demnach ist das gegenwärtige Angebot nicht akzeptabel und bedarf einer erheblichen Verbesserung. Notfalls werden weitere Streikmaßnahmen durchgeführt, so der Gewerkschaftsvertreter. Seinen Ausführungen wie auch denen des Kardex-Betriebsratsvorsitzenden Peter Hübler zollten die Zuhörer mehrfach zustimmenden Beifall mit ihren Trillerpfeifen.
Etwas zurückhaltender verlief der Warnstreik beim Anlagenbauer Lingl in Krumbach, obwohl sich hier weit über 100 Metaller auf dem Parkplatz versammelt hatten. „Mit unserer Aktion wollen wir der Forderung nach mehr Entgelt, besseren Regelungen für Leiharbeiter und der unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung Nachdruck verleihen“, sagte Gewerkschaftssekretär Siegfried Bägendörfer. Zum gleichen Thema äußerten sich weiter Betriebsratsvorsitzender Michael Marschner, Schwerbehindertenvertreter Manfred Schierle und Vertrauenskörperleiter Max Thurn. Sowohl bei Kardex in Neuburg als auch bei Lingl in Krumbach zeigten die Teilnehmer des Warnstreiks auf Transparenten, dass sie auch den Erhalt der regionalen Betriebsstätten verlangen. (wgl)
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