Donnerstag, 8. Dezember 2016

15. Februar 2016 19:18 Uhr

Maria Vesperbild

Plädoyer für „gelingende Willkommenskultur“

SPD-Bundestagsabgeordneter Brunner kritisiert Imkamp-Äußerungen.

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In welchem Zustand befindet sich die Debattenkultur mit Blick auf die Asylbewerber- und Flüchtlingsthematik? Vor Kurzem äußerte sich im Rahmen der Quergedacht-Reihe der Maria Vesperbilder Wallfahrtsdirektor Dr. Wilhelm Imkamp zu dieser Thematik. Er sei entsetzt über verschiedene Äußerungen Imkamps, erklärt nun der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner in einer Mitteilung.

Mit vielen seiner Aussagen übernehme der Prälat, so Brunner, den „Wortschatz von AfD, Pegida und Konsorten“. Beispielsweise dann, wenn er behaupte, „öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten (zumindest außerhalb Bayerns) erweisen sich als Staats-, bzw. Partei-Sender.“ Imkamp hatte ferner die Frage in den Raum gestellt „wieso zählt das Schutzbedürfnis eines verprügelten Schwulen mehr als das eines verprügelten Christen? Weil die einen eine Lobby haben, und die anderen nicht?“

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Brunner betont dazu, dass es einem Prälaten der katholischen Kirche gut zu Gesicht stünde, die Willkommenskultur, diese Nächstenliebe, ja diese gelebte Christlichkeit von vielen Menschen in unserem Land nicht dem Vorwurf einer „Show“ oder, wie im Falle der Homosexuellen, dem Vorwurf des Lobbyismus auszusetzen. Noch dazu, wenn er wie im Falle des Besuchs des Berliner Erzbischofs Koch im Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule (MILES) die Tatsachen verdrehe und von einem „Asylanten-Heim für Lesben und Schwule“ rede.

Brunner: "Von einer 'Schweigespirale' kann absolut nicht die Rede sein"

Das MILES fungiere als Anlauf- und Beratungsstelle für betroffene Flüchtlinge. Wenn Erzbischof Koch eine solche Einrichtung besuche, dann beweise er lediglich, dass es ihm wirklich und wahrhaftig um die Nöte, Sorgen und Bedürfnisse aller Menschen gehe und dass er nicht nach würdigen und unwürdigen Flüchtlingen unterscheide. Allein schon angesichts der massiven Präsenz der AfD in den Medienformaten dieser Republik könne von einer „Schweigespirale“ absolut nicht die Rede sein. Imkamp müsse sich die Frage gefallen lassen, wie er seine Wortwahl und seine Vorwürfe mit seiner Kirche und seinem Glauben in Einklang bringen könne. Die Gesellschaft brauche eine integrierende und versöhnende Kirche so nötig wie lange nicht.

Brunner sieht es als seine Aufgabe an, die Helfer sowie die Flüchtlinge vor einer „ideologisch fehlgeleiteten Vereinnahmung“ durch Prälat Imkamp zu bewahren. An einer „gelingenden Willkommenskultur“ sollte „uns allen gelegen sein.“ MN

Hier  geht's zum Interview mit Wilhelm Imkamp

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