Freitag, 23. Juni 2017

23. Mai 2011 09:30 Uhr

Museumstag

Seit vielen Jahren gibt es Stoffenrieder Museumsbier

In der Kreisheimatstube wird das historische Bierbrauen Besuchern schon sehr lange gezeigt Von Viktoria Spies

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Nach dem Festbieranstich durch Bürgermeister Karl Schlosser wird auf das 20-jährige Bestehen der Historischen Hausbrauerei der Kreisheimatstube Stoffenried mit dem köstlichen Nass angestoßen: Von links: Hans Jonas, Kreisrat; Sigmund Wieser, ehemaliger Museumswart; Siegbert Wieser, ehemaliger Kreisbrandrat und Braumeister; Ferdinand Munk, Kreisrat; Barbara Mettenleiter-Strobel, Kreisheimatpflegerin; Dr. Georg Simnacher, ehemaliger Günzburger Landrat, Ex-Bezirkstagpräsident und Festredner; Hubert Hafner, Günzburger Landrat; Karl Schlosser, Bürgermeister von Ellzee.
Foto:

Stoffenried Nach alter bäuerlicher Tradition Bier zu brauen, diese Attraktion gibt es seit fast 20 Jahren in der Kreisheimatstube Stoffenried. Mit Einführung des Brauens sollte die Kreisheimatstube 1989 noch bekannter gemacht werden.

Es mussten einige Hürden überwunden werden, bis der Landkreis Günzburg für seine Hausbrauerei in Stoffenried die Genehmigung vom zuständigen Zollamt erhielt. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Historischen Hausbrauerei wurde zu diesem Festakt am Sonntag, dem Internationalen Museumstag ein besonders gut mundendes Festbier ausgeschenkt. Die Eröffnungsrede hielt im Garten der Kreisheimatstube Landrat Hubert Hafner. Der Initiator dieses lebendigen Museums, der ehemalige Günzburger Landrat und Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher, führte in seiner Festrede, gespickt mit schwäbischem Humor, die Gäste zurück zu den Anfängen der Einrichtung. Bürgermeister Karl Schlosser führte aus, welche Aufwertung Stoffenried durch das Gebäude-Ensemble der Kreisheimatstube erfahren hat, idyllisch gelegen am Dorfweiher mit Kirche, Pfarrhof und Schullandheim. Durch die vielfältigen Museumsveranstaltungen ist sie weit über die Landkreisgrenze hinaus bekannt geworden, nicht zuletzt durch den Musikantenstammtisch, Kräuterführungen, Backkurse, Aktionssonntage und Brauvorführungen.

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Die Leiterin dieses Museums, Kreisheimatpflegerin Barbara Mettenleiter-Strobel bedankte sich bei allen Helfern, die zum Gelingen des runden Geburtstags beitrugen, und lud die Gäste ein, die Ausstellung „rund ums Bier“ und die Filmvorführung über die historische Hausbrauerei zu besuchen. Ihr Dank galt auch den Unterillertaler Tanzmusikanten, die bei frischer Morgenluft flott aufspielten. Voller Spannung wurde der gekonnte Fassbieranstich durch Bürgermeister Karl Schlosser beobachtet und endlich konnte das Festbier – „Hopfen und Malz, Gott erhalt’s“ – gebührend gelobt werden.

Der Sudkessel stammt aus Hilbertshausen

Für Jung und Alt wurden verschiedene Vorführungen geboten, später bei der Musik der Musikanten „Vogelwild“. Installiert wurde die Historische Hausbrauerei vom ehemaligen Museumswart Sigmund Wieser, der beim Bierbrauen bis heute helfend am Sudkessel steht. (Der Sudkessel stammt von Karl Schlosser aus Hilbertshausen und andere Braugeräte stammen aus der ehemaligen Hausbrauerei von Otto Kling, Sausenthal/Wiesenbach.) In seinem Element ist der ehemalige Kreisbrandrat und Braumeister Siegbert Wieser, wenn seit dem 5. Mai 1991 im ehemaligen Stall im Neher-Baderhaus in der Zeit zwischen November und April, (dreimal öffentlich), gebraut wird.

Vom Anheizen des Sudkessels bis zur Füllung des Gärbottichs vergehen rund acht Stunden. Vom Gärvorgang bis zur Bierlagerung in Bügelflaschen und Fässern vergehen nochmals ungefähr acht Wochen. Nach dem bayerischen Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516 dürfen nur Wasser, Malz, Hopfen und Bierhefe zum Bierbrauen verwendet werden. Der Verbrauch konnte in den zwanzig Jahren stets gesteigert werden, obwohl das hell- und dunkeltrübe Bier nur innerhalb des Areals der Kreisheimatstube ausgeschenkt werden darf. Das spricht für die Qualität dieses Hausbiertrunks. Vom Umsatz muss sogar die Biersteuer abgeführt werden.

Auszubildende namhafter Brauereien können hier bei Braumeister Siegbert Wieser wertvolle Erfahrungen beim historischen Bierbrauen sammeln. In grauer Vorzeit war das Bierbrauen aber in den Händen der Frauen und das süffige Nass enthielt meist weitaus weniger Alkohol wie heute üblich.

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