Samstag, 25. Mai 2013

02. Mai 2012 15:24 Uhr

Krumbacher beim Qigong-Welttag dabei

Teil eines globalen Ereignisses

Eine ungewöhnliche Aktion im Stdtpark. Von Sabine Relovsky

Viele Begeisterte machten am Qi Gong-Welttag im Krumbacher Stadtpark mit.
Foto: Sabine Relovsky

Krumbach Samstagvormittag im Stadtgarten von Krumbach. Es ist ein herrlicher Frühsommermorgen. Ein paar sportlich angezogene Frauen haben sich neben der Stadtgartenbühne versammelt. Ein Prospektständer wird aufgebaut und die ersten Radfahrer bleiben erstaunt stehen. „Was ist denn hier los?“, fragen vorbeikommende Passanten.

Eine der Damen, Birgit Walch, freut sich über das Interesse und klärt die Neugierigen auch gleich auf: An diesem Samstag ist der Tag des Qigong. Auf der ganzen Welt treffen sich Leute und werden genau um zehn Uhr vormittags, entsprechend ihrer Zeitzone, eine Stunde QiGong-Übungen machen. Und diese Gruppe in Krumbach ist nun Teil des globalen Ereignisses. Das Interesse ist geweckt und ein Paar schließt sich spontan der Gruppe an.

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Birgit Walch ist ausgebildete Shaolin Qigong-Lehrerin und leitet eine Gruppe, die aus Angestellten des Kreiskrankenhauses Krumbach besteht. Heute sind ein paar dieser Mitstreiter dabei. Erfreulich, am Anfang waren wir nur etwa vier Frauen und nach einem kurzen Blick in die Runde, sind es nun etwa zwanzig Personen geworden. Nach einer kurzen Einführung von Birgit Walch, in der sie darauf hinweist, dass man es als Laie bei den Übungen langsam angehen lassen soll und nur so mitmacht, wie es der Körper auch zulässt, geht es dann pünktlich zum zehn Uhr Gongschlag, los.

Wir wärmen uns natürlich erst mal auf und dehnen unseren Körper, vom Rumpf bis zu den Waden. Dann üben wir die „acht Brokate“ durch. Übungen, mit denen man Ruhe, Entspannung, langsames rhythmisches Atmen und Ausdauer erlernen und erleben kann. Dabei ist es ganz still, es wird nicht gesprochen, es gibt keine Musik – man konzentriert sich nur auf sich und seinen Körper.

Sein Umfeld bewusst ausblenden

Was nun im Stadtgarten nicht ganz einfach war: Ganz in der Nähe hielten zwei Frauen lautstark ihren „Hoigarta“ ab, nerviges Handygedudel vorbeigehender Jugendlicher oder aber die Beobachtung aus dem Augenwinkel, wie ein Hund sein Geschäft verrichtet, ohne dass es in der Tüte vom Herrchen mitgenommen wird, lenken ab. Es wird klar, es bedarf mehr Zeit, sich mit Qi Gong zu beschäftigen, um seinen Geist auf das Wesentliche zu reduzieren und sein Umfeld auszublenden. Auf jeden Fall hat Birgit Walch die Energie – also das „Qi“ – auf diese Gruppe an diesem Tag gut übertragen. Alle gingen gelöst aus den Übungen heraus.

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