Krumbach |dus| Wilfried Baerlecken aus Krumbach betreibt seit etwa 25 Jahren die Bienenzucht und die Produktion von Honig. Zurzeit besitzt er 30 Bienenvölker. Ein Volk besteht aus etwa 40 000 bis 50 000 Honigbienen. Paula hat ihn im Kreislehrgarten besucht, wo er seine Bienenvölker auch der Öffentlichkeit gerne zeigt.
Warum sammelt die Biene Honig?
Wilfried Baerlecken: Honig ist Nahrungsmittel der Bienen. Aus dem Blütennektar, den sie aus unzähligen Blüten sammelt, wird in ihrem Honigmagen mithilfe körpereigener Enzyme Honig. Was sie zuviel gesammelt hat, lagert sie in den Waben in ihrem Bienenstock.
Was sind denn die gelben Kügelchen, die die Biene manchmal an den Beinchen kleben haben?
Baerlecken: Bienen sammeln nicht nur Nektar, sondern auch Pollen. In Form kleiner Bällchen, den sogenannten Pollenhöschen, können die Bienen die Pollen transportieren. Im Bienenstock werden sie in den Waben abgestreift und dienen als Nahrung für die Larven und Jungbienen.
Was macht die Biene im Bienenstock?
Baerlecken: Sie verrichtet altersabhängig (man spricht von Lebenstagen) die verschiedensten Aufgaben. Die Putzerbiene ist für die Zellenreinigung zuständig. Die Ammenbiene für die Pflege der Brut. Die Baubiene für den Wabenbau. Die Wächterin ist zuständig für die Bewachung des Volkes. Die Arbeitsbiene sammelt die Nährstoffe. Eine altersgerechte Arbeitsaufteilung vom 1. bis 30. Lebenstag. Das Grundprinzip der altersmäßigen Arbeitsteilung ist jedoch in hohem Maße in Notsituationen anpassungsfähig, sodass niemals in einem Bienenvolk bestimmte Arbeiten liegen bleiben.
Ist die Biene ärgerlich, wenn der Imker ihre Waben leert?
Baerlecken (schmunzelt): In gewisser Weise ja. Doch wird die Wabenentnahme sehr vorsichtig vorgenommen. Die Bienen werden vorher sanft abgekehrt.
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