Mittwoch, 19. Juni 2013

06. Oktober 2011 17:46 Uhr

Gemeinderat

Zuviel Wind um Windkraft?

Kraftwerke stören möglicherweise Radaranlagen

Waltenhausen Vielleicht haben sich die Bürger in Waltenhausen zum Thema Windkraft, umsonst Gedanken gemacht. In der jüngsten Gemeinderatssitzung drehte sich diese Angelegenheit auf jeden Fall in eine etwas andere Richtung. Rechtzeitig vor dieser Zusammenkunft, erreichte Bürgermeister Karl Weiß eine Nachricht vom Landtagsabgeordneten Alfred Sauter, in der von einer „Belohnung“ die Rede ist, wenn man freiwillig mehr als 1000 Meter Abstand zu Ortschaften hält. Somit würde sich auch das Genehmigungsverfahren erleichtern und somit verkürzen, denn ein Lärmgutachten wäre dann nicht erforderlich. Auch die Bundeswehr wendete sich an die Gemeinde und äußerte in ihrem Schreiben große Bedenken, bezüglich des Windkraftstandorts Waltenhausen. Die Windenergieanlagen würden die Funktionstüchtigkeit von nahe gelegenen Radaranlagen stören. Nun wurde im Rat einstimmig beschlossen: Wenn Waltenhausen überhaupt als Standort infrage kommt, kann die Gemeinde immer noch eine geeignete Stelle melden.

Neues Wohngebiet Zum Bebauungsplan des geplanten Wohngebiets südlich der Kreisstraße und nördlich der Tannengehaustraße gaben elf Behörden eine Stellungnahme ab. Dabei äußerten das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und der Bauernverband ihre Bedenken bezüglich eines zum geplanten Wohngebiet, östlich gelegenen Bauernhofs mit Milchviehhaltung. Die Ämter wiesen darauf hin, dass wohlmöglich eine Geruchsbelästigung für die Anwohner auftreten könnte und somit Klagen gegen den Landwirt. Hans-Günter Kanderske und Matthias Goetz von der Firma Kling Consult wiesen in ihrer Antwort darauf hin, dass die 65 Meter Abstand zum Wohngebiet durchaus reichen und die zukünftigen Käufer der Grundstücke würden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Geruchsbelästigung auftreten könne.

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Das Amt für Denkmalschutz hatte Bedenken, da im Gebiet um Waltenhausen einige Bodendenkmäler, also Grabhügel und keltische Schanzen, registriert sind. Kanderske und Goetz baten in ihrem Antwortschreiben das Amt darum, den Bereich zu differenzieren, also genau zu ermitteln ob das geplante Wohngebiet überhaupt im Radius der Bodendenkmäler liege. (relo)

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