Dienstag, 17. Oktober 2017

12:09 Uhr

Halloween-Brauch

Halloween 2017: Datum, Bedeutung, Brauch

Süßes oder Saures? Schon bald ziehen wieder verkleidete Kinder um die Häuser und stellen diese Frage, denn am 31. Oktober ist Halloween. Woher kommt der Brauch ursprünglich?

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An Halloween 2017 werden sich wieder viele Menschen schaurig verkleiden - ganz so, wie es Brauch zu diesem Datum ist.
Foto: Silvio Wyszengrad/Archiv

Halloween gilt längst als fester Termin für Hobby-Gespenster, Hexen, und Vampire in Deutschland. Denn an diesem Tag ziehen Menschen mit zum Teil gruseligen Kostümen herum, feiern - oder erschrecken ihre Mitmenschen. Im vergangenen Jahr sorgten sogar "Horror-Clown" für Schrecken - ein hoffentlich einmaliger Trend.

Halloween fällt wie immer auf die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, sprich: vom Reformationstag auf Allerheiligen. 2017 sind beides bundesweit Feiertage.

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Halloween-Brauch ist wohl schon 2500 Jahre alt

Die frühen Ursprünge des Halloween-Brauchs liegen wahrscheinlich 2500 Jahre zurück in der Eisenzeit. Damals lebten die Kelten in weiten Teilen Mitteleuropas. Sie richteten ihre Kalender nach dem landwirtschaftlichen Zyklus der Vegetation aus und feierten am Abend des elften Vollmonds eines Jahres ihren Jahreswechsel mit dem Fest des Samhain. Das ist das gälische Wort für November.

Die Kelten glaubten, dass an diesem Abend die Toten auf die Erde zurückkommen, um ihre Verwandten zu besuchen. Mit Lichtern wiesen sie den Geistern der Verstorbenen den Weg. Die Iren wandelten den Brauch dann später ab. Sie hatten Angst vor den Toten und verkleideten sich mit grausigen Masken, um die Geister abzuschrecken.

Im Mittelalter wurde die heidnische Tradition christianisiert: Papst Gregor IV. setzte im Jahre 837 den 1. November als Allerheiligen an. Jetzt konnten auch die Christen das heidnische Fest Samhain feiern, ohne zu sündigen.

Später wurde aus dem englischen "All Hallows Evening" (Abend vor Allerheiligen) die Halloween-Nacht. Irische Auswanderer brachten das Fest im 19. Jahrhundert dann in die USA und Kanada. Dort wurde es auch zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor - und kehrte dann wieder zu uns nach Europa zurück.

Seit wann gibt es Halloween in Deutschland?

Seit gut 20 Jahren wird auch in Deutschland zunehmend Halloween gefeiert - Kommerzialisierung inklusive. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, also Allerheiligen, verkleiden sich viele Menschen, um auf Grusel-Partys zu feiern. Kinder ziehen von Haus zu Haus und bitten um Süssigkeiten - "Süsses oder Saures", lautet dabei ihre "Drohung".

Was hatte es mit den Horror-Clown an Halloween 2016 auf sich?

2016 wurde Halloween von einer Reihe unschöner Vorfälle überschattet: In mehreren Städten erschreckten als Horror-Clowns maskierte Täter ihre Mitmenschen, teilweise griffen sie Opfer sogar brutal und mit Waffengewalt an. Nachdem dieser Trend zunächst in den USA zu beobachten war, gab es dann auch in Deutschland mehrere Attacken dieser Art. Einige Täter wurden später verurteilt.

Darf man an Halloween 2017 nachts feiern?

Ja, allerdings nicht unbegenzt. Am Tag nach Halloween, also am 1. November, ist nämlich Allerheiligen. Das ist in Bayern ein stiller Feiertag. Mit Rücksicht auf die religiöse Bedeutung herrscht dann Tanzverbot. An stillen Feiertagen sind laut Innenministerium in Bayern alle Veranstaltungen verboten, "die nicht dem ernsten Charakter dieser Tage entsprechen". Dabei geht es vor allem um Partys und Konzerte.

Das Tanzverbot beginnt an Allerheiligen um zwei Uhr morgen.

Ist der Reformationstag - also Halloween - 2017 auch ein stiller Feiertag?

Nein.

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