Schneller als gedacht hat Herbert Feuerstein (74) seine Wette mit Manuel Andrack (46) gewonnen. Feuerstein hatte im aktuellen "Spiegel" vorausgesagt, Harald Schmidt (54) werde innerhalb eines Jahres wieder auf den Bildschirm zurückkehren.
Harald Schmidt geht geht zu Sky
Die besten Sprüche von Harald Schmidt
"Am Muttertag kriegt Mutti einen Strauß Blumen, am Vatertag macht Vati den Strauss-Kahn."
"Wenn Männer schwanger werden können, heißt das dann umgekehrt, Frauen können in Zukunft auch Auto fahren?"
"Bill Gates ist Vater geworden. Das Kind kriegt keinen Laufstall sondern gleich ein ganzes Laufwerk."
"Möbelmesse - Der Stand von Ikea konnte noch nicht aufgebaut werden, es fehlen noch ein paar Schrauben."
"Mich hat es eigentlich nur gewundert, dass die Protestanten auch saufen. Bei den Katholen ist es klar, denn unser Chef ist Pole."
"Einer der genialsten Modeschöpfer, Karl Lagerfeld, arbeitet in Zukunft für Quelle. Das ist nichts Neues, dass Top-Leute bei Billiganbietern arbeiten - auch ich bin bei SAT.1."
"Ich finde, Kachelmann hat eine zweite Chance verdient. Er hat doch nicht bei einer Doktorarbeit geschummelt."
"Der Unterschied zwischen dem Hund und der Oma ist: Der Hund findet wieder nach Hause."
"Ich stell mir das süß vor, wie der französische Präsident jeden Tag verträumt am Babybauch lauscht: im Stehen."
"Ich brauche keinen Schachcomputer. Dass Menschen den Maschinen überlegen sind, kenne ich zum Beispiel schon von meinem Videorecorder."
"In Bayern gilt ein Kellner bereits als freundlich, wenn er nicht handgreiflich wird."
"6,2 Millionen Deutsche in Flensburg gemeldet - Häufigste Verkehrssünde: Wagenwaschen in Unterhemd und Trainingsanzug."
"Wie funktionierte früher ein Ossi-Kompaß? Man legte eine Banane auf die Mauer und wo abgebissen wurde war Osten!"
"Wie kastriert man einen Kühlschrank? Tür auf, Eier raus, Tür zu!"
"Tanzen, das heißt bei mir, die Frau muss versuchen ihre Füße schneller wegzuziehen, als ich drauftreten kann."
"Ein Polizeiskandal in Berlin! Vier Polizisten betreiben nebenher ein Bordell. Man spricht schon vom Blaulichtmilieu..."
"Die Jugendlichen in Deutschland wissen nichts mehr von Geschichte. Zwölf Prozent unserer Jugendlichen glauben, dass Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg überlebt hat. Bei den Über-70-Jährigen sind's sogar 82 Prozent!"
"Der Aldi-Computer ist der einzige mit fünf Üs auf der Tastatur und 'Üntel ünside'."
"Viele unserer Teenies sind mit ihrem Aussehen unzufrieden. Das meldet das Fachblatt 'Apothekenumschau' - das ist so die 'Bravo' für die 60- bis 80-Jährigen."
"Das Präservativ wird heute 475 Jahre alt. Noch zuverlässiger, muss ich sagen, als Kondome sind allerdings: Knoblauch, Lockenwickler und Leggins."
"Wie sagt ein italienischer Kammerjäger, wenn er alle Kakerlaken vernichtet hat? Er sagt: 'Schabe fertig'."
Schmidts langjähriger Sidekick Andrack hielt dagegen. Seit Mittwoch steht nun fest: Schmidt kommt wieder. Er geht zum Bezahlsender Sky.
Feuerstein glaubte an Schmidt
Es ist eine weitere Runde in einem fröhlichen Sender-Wechsel-Dich-Spiel. Von der ARD ging Schmidt in den 90er Jahren zu Sat.1, von Sat.1 zur ARD (zeitweise an der Seite von Oliver Pocher) und dann wieder zurück zu Sat.1. Dort läuft die "Harald Schmidt Show" an diesem Donnerstag aus. Aber nun wird es nur eine Sommerpause - im Herbst ist Schmidt schon wieder da. "Late Night bei Sky - für mich der Himmel auf Erden", kommentierte er.
Andrack stänkerte gegen Schmidt
Harald Schmidt wird 60: Von Augsburg zum TV-Star
Feuerstein darf sich bestätigt fühlen. Er, der in Schmidt als erster den "deutschen David Letterman" erkannt haben soll, hatte im "Spiegel" gesagt: "Ihr tut so, als wäre der Rausschmiss bei Sat.1 das Ende. Schmidt kommt wieder. Er ist der ewige Entertainer. Das lastet wie ein biblischer Fluch auf ihm. Der kann gar nicht aufhören." Andrack dagegen meinte: "Wenn einer mit so großem Bohei zu Sat.1 zurückkehrt und schon wenige Monate später den Stecker gezogen bekommt, dann war's das erst mal."
Bei Sat.1 kam Schmidt in diesem Jahr im Schnitt nur noch auf 690 000 Zuschauer, der Marktanteil lag bei 6,5 Prozent. Auf dem Höhepunkt seiner Popularität vor mehr als zehn Jahren hatte er zweistellige Quoten erzielt. Damals musste man ihn einfach gesehen haben, wenn man am nächsten Tag im Büro mitreden wollte: Mit seinen Verstößen gegen die deutsche Humor-Hygiene ließ "Dirty Harry" in kurzen Abständen den deutschen Blätterwald rauschen. Harald Schmidt, der Blitz-Pointen-Setzer und Allround-Assoziator.
Harald Schmidt alias Dirty Harry zu Bezahlsender Sky
Die Zeiten der Schmidtschen Deutungshoheit über das politische und mediale Geschehen liegen jedoch lange zurück. Den Endpunkt bildet jetzt die Sky-Nische. Dort sind die Programme verschlüsselt und können nur von Abonnenten gesehen werden. Irgendwo passt das auch wieder, denn den Schmidt-Fans ist es immer wichtig gewesen, sich vom Massengeschmack abzugrenzen. Dass sich der Meister zeitweise mit Pöbel-Pocher einließ, hat ihm das fernsehschauende Bildungsbürgertum nie verziehen.
Viele fragen sich: Warum macht er das bloß? Die Antwort lautet: Es gibt nur eins, was noch schlimmer ist als ein kleines Publikum. Kein Publikum. (dpa)