Donnerstag, 23. Mai 2013

10. Mai 2012 08:30 Uhr

"Das Hochzeitsvideo" von Sönke Wortmann

Hürdenreicher Weg zum Altar

Sönke Wortmann kehrt zurück zu seinen Wurzeln zurück. Die Komödie "Das Hochzeitsvideo" startet heute in den Kinos. Von Fred Duran

Nach Ausflügen in biedere Historienfilme („Das Wunder von Bern“/„Die Päpstin“) und dem fußballvernarrten Dokumentarfilm („Deutschland ein Sommermärchen“) kehrt Sönke Wortmann nun wieder auf das Terrain der Komödie zurück, auf dem er Mitte der 90er seine Karriere mit „Der bewegte Mann“ gründete. Allerdings gräbt er nicht die verstaubte Beziehungskomödie aus, sondern nimmt mit „Das Hochzeitsvideo“ ein eher amerikanisches Genre in Gebrauch, das sich dem hindernisreichen Weg zum Traualtar widmet.

"Das Hochzeitsvideo": Pia und Sebastian wollen sich das Jawort geben

Pia (Lisa Bitter) und Sebastian (Marian Kindermann) sind frisch verliebt und wollen sich das Jawort geben. Geheiratet wird im großen Stil im Schlossparkhotel. Schließlich ist der Bräutigam Flugkapitän und aus betuchtem Hause, während Pias Familie sich eher dem linksalternativen Ideengut verpflichtet fühlt. Aber es sind weniger die Zwiste der Elterngeneration, für die sich Wortmann interessiert, sondern das chaotische Gesamtpotenzial der Hochzeitsgesellschaft, das von Sebastians Freund Daniel (Martin Aselmann) mit dem Camcorder rücksichtslos dokumentiert wird.

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Von der Begrüßung der Gäste über den Junggesellinnenabschied bis zur Trauung des sichtlich ramponierten Hochzeitspaares folgt die Kamera dem scheinbar sprunghaften Geschehen. Unter anderem sorgen der Verlust der Trauringe und das Auftauchen von Pias Exfreund, der wegen seiner einschüchternden Karriere als Pornodarsteller dem Zukünftigen bisher verheimlicht wurde, für einen außerplanmäßigen Verlauf.

Sönke Wortmann: Lust am komödiantischen Detail

Mit viel Lust am komödiantischen Detail, wenig Scheu vor derben Pointen und augenzwinkernden Verweisen auf Genrewerke wie „Hangover“ hat Wortmann seine Komödie mit zügiger Unterhaltsamkeit inszeniert. Sogar das pseudodokumentare Kamerakonzept geht auf, weil hier Spontaneität nicht durch nervige Wackeloptik, sondern in kinotauglicher Bildqualität vorgetäuscht wird. ***

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Sönke Wortmann | Kinostart




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