Freitag, 15. Dezember 2017

Landsberg

06. Dezember 2017 19:05 Uhr

Landsberg

Am Ende behielt die Theologie die Oberhand

Die neue evangelische Pfarrerin Jutta Krimm liebt auch die Naturwissenschaften. Am Sonntag wird sie in ihr Amt eingeführt.

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Auch wenn sie künftig die erste Pfarrstelle der evangelischen Kirchengemeinde einnimmt, setzt die neue Pfarrerin Jutta Krimm sehr gerne auf Teamarbeit und die Eigenverantwortung der Mitarbeiter, ob hauptberuflich oder ehrenamtlich.

Ankommen und wahrnehmen. Das sind die beiden Prämissen, mit denen die neue evangelische Pfarrerin Jutta Krimm ihren neuen Lebensabschnitt in Landsberg beginnen möchte. Seit dem 1. Dezember ist die Nachfolgerin von Detlev Möller auf der ersten Pfarrstelle der evangelischen Kirchengemeinde in Landsberg. Am kommenden Sonntag (15 Uhr, Christuskirche) wird sie von Dekan Axel Piper in ihre neue Aufgabe eingeführt.

Von Hektik und Stress eines Umzugs ist, mal abgesehen von einigen wenigen noch nicht ganz ausgepackten Umzugskartons, im schönen alten Pfarrhaus an der Von-Kühlmannstraße in diesen Tagen vordergründig zumindest nichts zu spüren. Ganz relaxed liegt der Mischlingshund der Familie, Olom, im großen Ohrensessel und hält ein wachsames Nickerchen. Noch sind ihm nämlich die Geräusche und Gerüche in seiner neuen Heimat fremd, war er doch in den vergangenen Jahren im Augsburger Stadtteil Hochfeld zuhause, wo sein Frauchen Jutta Krimm, Jahrgang 1961, zwölf Jahre wirkte.

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Ob es denn nach so langer Zeit schwergefallen sei, aus der Bezirkshauptstadt Schwabens wegzugehen und einen Neuanfang in Oberbayern zu wagen? „Natürlich lässt man Freunde, Bekannte und Mitarbeiter zurück, die man auch liebgewonnen hat.“ Doch einmal liege Augsburg nicht so weit von Landsberg entfernt – Ehemann Ulrich Jürgen Schönlein arbeitet als Polizeibeamter des Landeskriminalamtes künftig in dessen neuer Außenstelle in Königsbrunn – zum anderen sah sie den richtigen Zeitpunkt gekommen, noch einmal eine neue Aufgabe anzunehmen. Der Kirche ist sie seit frühester Jugend verbunden, arbeitete sie doch beginnend mit der Jungschar jahrelang in Gersthofen (Landkreis Augsburg) in der Pfarrgemeinde mit. Ihr Abitur baute sie aber am Stetten-Institut der Fuggerstadt. „Ich hätte genauso gut Bio-Chemie oder Medizin studieren können“, blickt sie auf diese Zeit zurück, am Ende entschied sie sich für die Theologie. Dabei ging Jutta Krimm die Laufbahn relativ pragmatisch an. Das Leben befand sie als zu kurz, um allen persönlichen Präferenzen nachzugehen. Und schnell machte sie während des Studiums in Erlangen die Erfahrung: „Für mich passt das sehr gut.“ Als Theologe gehe man einem vielfältigen Beruf nach und habe vor allem mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun.

Die lernte sie zunächst im Vikariat in Lindau kennen, in Füssen blieb die Pfarrerin zur Anstellung sieben Jahre lang. Dann ging es nach Augsburg, wo sie ihre Arbeitskraft zur Hälfte dem Diakonissenhaus zur Verfügung stellte, zur anderen Hälfte unterrichtete sie im Peutingergymnasium, in Maria Ward wie in der Fachoberschule. 2005 ging es dann in das Augsburger Univiertel mit den beiden Gemeindezentren Paul-Gerhardt im Hochfeld und Stephanus im Univiertel. Dort lebte sie „ein sehr buntes und gutes Miteinander“, trotz oder vielleicht auch wegen des hohen Migrantenanteils in dieser Augsburger Stadtregion.

Dann wurde die Stelle für die Nachfolge von Pfarrer Detlev Möller in Landsberg ausgeschrieben. Für Jutta Krimm war das der Ausschlag: „Ich hab mir die Stadt angesehen und war hin und weg.“ Das war im Advent vor einem Jahr und als sie dann den Zuschlag bekam, „war ich sehr, sehr glücklich“.

Was erwartet nun aber die Kirchengemeinde? Jutta Krimm versichert, dass sie viel Lust habe, Dinge mit anderen zu machen, schätzt aber sehr die Eigenverantwortung von Ehrenamtlichen: „Ich kann andere gut machen lassen.“ Sie sei kein Mensch, der mit einem vorgefertigten Konzept nach Landsberg gekommen sei, wenngleich sie schon viele Ideen habe, „die vielleicht passen“. Um das herauszufinden, möchte sie die Situation vor Ort erst einmal wahrnehmen, wenngleich sie sich schon jetzt auf das große Team freut: „Das bedeutet auch eine große Chance durch die Vielfalt der Einflüsse.“

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Ein Artikel von
Dieter Schöndorfer

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Ressort: Lokalnachrichten Landsberg


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