Dießen (sr) - Großer Andrang hat am Wochenende beim 1. AmmerLechTaler-Markt im Dießener "Blauen Haus" geherrscht. Das Regionalgeld wurde vor einem Jahr eingeführt und findet immer größere Verbreitung. Inzwischen gibt es über 50 Anbieter in der Region, die den AmmerLechTaler als Zahlungsmittel akzeptieren. Man erkennt sie an dem Schild "Wir nehmen AmmerLechTaler" im Schaufenster oder an der Eingangstür.
Eine Auswahl der Anbieter war jetzt im Blauen Haus vertreten. Der Verein AmmerLechTaler nutzte an einem Infostand die Gelegenheit, den Sinn und Zweck des Regionalgeldes vorzustellen. Währung beim Kauf von Produkten war natürlich der AmmerLechTaler.
Viele Anbieter haben seit der Einführung des Geldes positive Erfahrungen gemacht. "Ich hab das Schild in meinem Geschäft in Landsberg in die Tür gehängt und schon freute sich ein Passant, dass ich AmmerLechTaler nehme. Er hat gleich etwas gekauft", erzählt Silvia Wodtke. Auch bei Dr. Heike Hoffmann in Dettenhofen zahlen seit Juni 2007 viele Kunden mit dem neuen Geld, während Evi Seeberger vom kleinen Sardischen Laden in Issing noch Neuling ist: "Ich nehme die Taler erst seit Kurzem, aber ich hoffe dadurch auf Neukunden aus der Ammerseeregion", sagt sie.
"Bewusstes Umgehen mit dem Geld und den Produkten der Region" steht für Markt-Sprecherin Anneliese Weber vom Uttinger Wochenmarkt im Mittelpunkt. Alle Beteiligten waren mit der Resonanz am Wochenende hoch zufrieden. Allerdings wünschen sich Ursula Oberndörfer und Peter-Michael Scholz mehr Unterstützung bei der Vereinsarbeit. "Denn wir sind personell unterbesetzt", sagt Scholz.
Den Initiatoren liegt daran, mit dem Regionalgeld die Kaufkraft in der Region zu halten. "Der AmmerLechTaler soll Brücken bauen zwischen Handwerk, Dienstleistern, Kommunen und den Menschen in unserer Region", so Mitbegründer Peter-Michael Scholz. Der Goldschmied aus Finning fungiert mit seiner Goldschmiedewerkstatt "Goggolori" auch als Tausch- bzw. Ausgabestelle am Ammersee-Westufer, genau wie Ursula Oberndörfer mit ihrem Naturwaren-Geschäft am Dorfbrunnen und Josef Fischer für den Wochenmarkt in Utting. In Dießen gibt es die Taler bei Peter Schmidt (PGS-Entwicklung), in Schondorf bei Dorothee Mayer-Tasch.
Fördergelder für Vereine
Der Verein hat rechtzeitig zum Markt in Dießen ein neues AmmerLechTaler-Magazin veröffentlicht. Darin finden sich sämtliche Ausgabestellen und alle Unternehmen, die das Regionalgeld annehmen - vom Zahnarzt über Gastronomie, Blumenladen bis hin zu Versicherungen sind zahlreiche Branchen vertreten. Das Magazin listet auch geförderte Vereine und Projekte auf. Jeder Verein oder jede Initiative kann mit dem AmmerLechTaler eine beitragsfreie Mitgliedschaft abschließen, so dass er/sie in den Genuss von Fördergeld kommen kann.
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