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Kirchenmusiker: Bis Februar wird jeden Sonntag vorgespielt

Kirchenmusiker

Bis Februar wird jeden Sonntag vorgespielt

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    Zum 1. Januar hätte die Stelle des Münsterorganisten in Dießen wieder besetzt sein sollen. Doch das Auswahlverfahren zieht sich nach Angaben der Kirchenverwaltung hin.
    Zum 1. Januar hätte die Stelle des Münsterorganisten in Dießen wieder besetzt sein sollen. Doch das Auswahlverfahren zieht sich nach Angaben der Kirchenverwaltung hin. Foto: Foto: Thorsten Jordan

    Dießen An Silvester gab der frühere Dießener Kirchenmusiker Franz Günthner im Marienmünster sein letztes Konzert (siehe Besprechung unten), an Neujahr hätte die Katholische Pfarrkirchenstiftung eigentlich einen Nachfolger bestellt haben wollen. Doch wer künftig die Orgel in der Pfarrkirche spielt, ist weiter offen. Der Bewerbungsprozess sei in vollem Gange, berichtet Kirchenverwaltungsmitglied Dr. Peter Cammerer zum Stand der Dinge.

    In den Sommerferien hatte Günthner seinen Abschied aus Dießen angekündigt, der dann Anfang November erfolgte, als der Kirchenmusiker seine neue, besser dotierte Stelle in Leutkirch antrat. Seither behilft man sich im Marienmünster mit Aushilfen, um die Gottesdienste an der Orgel zu begleiten, um die Chöre kümmert sich übergangsweise der Kirchenmusiker der Landsberger Stadtpfarrei Zu den Heiligen Engeln, Bernhard Brosch.

    Angestrebter Termin war nicht zu halten

    Der zunächst anvisierte Termin 1. Januar, für die Neubesetzung der Dießener Stelle (nunmehr eine nebenamtliche C-Stelle ohne Zusatzleistungen) ließ sich jetzt doch nicht realisieren. Zum einen habe es bis Oktober 2011 gedauert, bis sich die Kirchenverwaltung, der Pfarrgemeinderat und die Freunde der Münsterkonzerte über die Stellenbeschreibung abgestimmt hatten. Ferner erschienen die Fachpublikationen, in denen die Stelle ausgeschrieben werden sollte, zum Teil nur in großen zeitlichen Abständen. Eine Stellenanzeige sei beispielsweise erst am 16. Dezember gedruckt worden, sagt Cammerer.

    Zehn Bewerbungen sind eingegangen

    An die zehn Bewerbungen seien inzwischen eingegangen, teilte er weiter mit. Einen Kirchenmusiker einzustellen ist laut Cammerer auch kein sehr zügiger Prozess. Das Prozedere sehe ein Vorspiel vor, ein Gespräch mit dem Pfarrer als Dienstherrn, aber auch ein Kennenlernen der Bewerber mit dem Münsterchor. Bis Februar werden sich die Vorspiele von Bewerbern während der sonntäglichen Gottesdienste hinziehen, kündigt das Kirchenverwaltungsmitglied an, danach wähle das Gremium einen Bewerber aus. Bis dahin seien auch weitere Interessenten willkommen, betont Cammerer.

    Zu tun gibt es für den künftigen Kirchenmusiker in Dießen einiges: Ganz oben steht die musikalische Begleitung der Liturgie, man erwartet auch, den „begeisterten Kinder- und Jugendchor“ und den „engagierten und niveauvollen Münsterchor“ zu leiten, wie es in der Stellenausschreibung heißt. Zudem solle „nach Möglichkeit“ ein Münsterorchester aufgebaut werden. Dies sollte, so sieht es die Dießener C-Stelle vor, nebenamtlich und in ungefähr 17 Stunden pro Woche geschehen.

    Dass davon keine Familie ernährt werden kann, ist Cammerer bewusst. Ein künftiger Kirchenmusiker, der von der Musik leben möchte, müsste sich daher über Orgel- und Klavierunterricht oder die Münsterkonzerte weitere Einkommensmöglichkeiten schaffen. Als weitere Alternative wäre es aber auch denkbar, dass sich mehrere Musiker die verschiedenen Aufgabengebiete der Stelle teilen.

    Wolle man eine gute Entscheidung treffen, dauere dies einfach seine Zeit, so Cammerer weiter. Wichtig sei aber, dass trotz der Vakanz die Chorarbeit fortgeführt wird. Bereits Anfang November sei damit begonnen worden, für Weihnachten zu proben und jetzt sei die Fasten- und Osterzeit ins Blickfeld gerückt.

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