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21. Oktober 2009 18:55 Uhr

Breites Spektrum

Landsberg Am Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr eröffnet der Regionalverband der Bildenden Künstler in der Säulenhalle am Stadttheater Landsberg seine 21. Jahresausstellung. Die Einführung übernimmt in diesem Jahr die Leiterin des Neuen Stadtmuseums, Dr. Margarete Meggle-Freund, während die Gruppe Jamacodoo unter dem Titel "Weltmusik, die bewegt" für die musikalische Umrahmung sorgen wird. Von Birgit Kremer

Wie schon in den vergangenen Jahren beeindruckt vor allem das breite Spektrum des künstlerischen Schaffens der im RBK vereinigten Künstler. Arbeiten in den unterschiedlichsten Stilrichtungen und Techniken, darunter Bilder Öl und Acryl auf Leinwand, Aquarell, Gouache, Fotografie, Plastik und Objektkunst, konkurrieren um die Aufmerksamkeit der Besucher. Motive und Themen, deren subjektive Interpretationen durch die Künstler eine ebensolche Betrachtungsweise einfordern, lassen nur vereinzelt Schwerpunkte erkennen. Auf diese Weise entsteht ein Kunstraum voll vibrierender Spannung, für den die weißgetünchten Wände und Gewölbedecken der Säulenhalle sowohl den geeigneten Hintergrund wie auch den zusammenfassenden Rahmen bilden.

Viel zu entdecken gibt es allemal: Naturdarstellungen von gegenständlich bis abstrakt, in der alten Technik Öl auf Leinwand ebenso wie in moderner Digitalfotografie wiedergegeben, laden das Auge zu gründlichem Studium ein und illustrieren eindrucksvoll den Ausspruch Heinrich Füsslis "Die Kunst ist die Dienerin der Natur, das Genie und Talent sind die Gehilfen der Kunst." Leuchtende Farben und bewegte Formen verleihen den Ansichten von "Rittersporn" oder "Bayersoien am See", beide Öl auf Leinwand, Lebendigkeit, während die Sachlichkeit eines mit sparsamem Einsatz von Acrylfarbe charakterisierten "Weiten Felds" die Gegenüberstellung mit einem "Lichtspiel I" genannten Digitalfoto nicht zu scheuen braucht. Die einträchtige Hängung ohne die sonst übliche Trennung nach Stilen und Gattungen vermittelt dabei unerwartete Sehimpulse.

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Auch im Bereich der abstrakten und der Objektkunst beeindrucken die gezeigten Arbeiten, so zum Beispiel zwei in Acryl auf Leinwand gemalte Bilder "Ohne Titel" und "Per aspera ad astra", die zur Auseinandersetzung mit dem Gesehenen ermuntern. Ein in Stein und Bronze gearbeiteter "Mensch" trifft auf "Zahlenköpfe" aus Ton und wie sehr die einzelnen Künste untereinander verbunden sind, beweist die in der japanischen Raku-Keramik hergestellte Skulptur "Tango argentino" ebenso eindrücklich wie die aus Linde herausgearbeitete "Hommage an Joseph Haydn". Eine Materialmontage "Objekt 1/2009" rundet die Ausstellung ab. Was das im vergangenen Jahr erstmals vorgestellte Projekt Hawalenien betrifft, möchte Peter Achilles an den Erfolg der Jubiläumsausstellung des RBK anknüpfen. In diesem Jahr sollen nach den Worten von Achilles "auch die Künstler berücksichtigt werden, die mit Vorliebe auch plastisch arbeiten." Deshalb bilden eine Holzkiste, ein ebensolcher Keil, eine Wäscheklammer und ein Gummiring den Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem diesjährigen Stichwort "Noud". Die 21. Jahresausstellung des Regionalverbands Bildender Künstler ist bis einschließlich Sonntag, 8. November täglich von 16 bis 20 Uhr geöffnet.

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