Freitag, 22. August 2014

Landsberg

05. Mai 2009 19:30 Uhr

Brennnessel macht Viagra Konkurrenz

St. Ottilien (löbh) - "Die jungen Wilden" waren das erklärte Ziel von knapp 40 Leuten, die sich rund um das Kloster St. Ottilien auf die Suche nach ihnen machten. Die jungen Wilden, das sind die Kräuter, die jetzt im Frühjahr als frisches Grün aus dem Boden sprießen und "so gern von uns mit Füßen getreten werden", wie "Kräuterführerin" Karin Greiner bedauerte.

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Kräuterlimo zur Begrüßung

Nach einem Begrüßungsumtrunk mit Kräuterlimonade, frisch hergestellt vom Geltendorfer Kräuterpädagogen Werner Weber, startete die Exkursion mit einer Betrachtung zur Linde. "Sammeln Sie frische junge Lindenblätter", empfahl die Diplom-Biologin Greiner, "und mischen Sie diese unter den Salat." Geradezu eine Delikatesse seien die Knospen des "für uns so wichtigen" Baumes. Lecker seien auch junge Buchenblätter, die etwas herben Ahornblätter seien früher zu Sauerkraut vergoren worden. Bei der Birke brachte Greiner das Birkenwasser in Erinnerung, das für gesunden Haarwuchs stand.

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Bei der Wanderung durch das Klosterareal bis zum Bahnhof fanden die Kräutersammler unter der sachkundigen Führung der als BR-Gartenexpertin bekannten Karin Greiner, an Wegrändern und Bahndamm jede Menge Material für leckere Brotaufstriche und Salatbeimischungen und erhielten viele Tipps. "Giersch, landläufig auch Erdholunder genannt, ist eines der besten Gemüse", sagte Greiner und ermunterte dazu, das verschrieene Wurzel(un)kraut nicht aus dem Garten zu verbannen. "Es können auch die Blüten gegessen werden, die Früchte ergeben ein hervorragendes Würzsalz."

Die Brennnessel stellte Greiner als Aphrodisiakum und ernsthaften Konkurrenten von Viagra vor, "auch ihre Früchte schmecken gut". Spitzwegerich gegen Mückenstiche, Breitwegerich gegen Blasen an den Füßen, die gerösteten Früchte des Wiesenlabkrauts zum Aufbrühen wie Kaffee, Kapern aus Gänseblümchenknospen - die Tipps von Karin Greiner waren so vielfältig wie außergewöhnlich. Knoblauchrauke, auch ein Kraut, das jetzt überall zu finden ist, komme in der gesunden Wirkungsweise gleich nach Bärlauch, "und weil die Pflanze sehr viel Chlorophyll enthält, dünsten Sie nach dem Genuss nicht den typischen Knoblauchgeruch aus". Der grüne Blattfarbstoff sei ein hervorragendes Mittel dagegen, so Greiner.

Salate und Brotaufstrich

Natürlich wurden die frisch gesammelten Frühlingskräuter gleich verarbeitet und genossen - in einem Frühlingskräutersalat mit Eissalat als Gerüst, in verschiedenen Quark- und Frischkäse-Brotaufstrichen. Und Werner Weber verriet sein Rezept für die frische Kräuterlimonade: Giersch, Melisse, Pfefferminze in Apfelsaft einlegen, ein wenig ausdrücken und ziehen lassen. Vor dem Genuss Mineralwasser dazu, fertig ist das gesunde Getränk.

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