Vorschlag des Staatlichen Bauamts findet keine Zustimmung Von Gerald Modlinger
An der Staatsstraße von Dießen nach Rott werden jetzt wohl doch keine Ausweichstellen errichtet. Landratsamt und Busunternehmer, so hat Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) in der Gemeinderatssitzung am Montagabend berichtet, sehen darin keine praxistaugliche Lösung des Engstellenproblems. Der Gemeinderat will deshalb nochmals beim Innenminister vorstellig werden.
Das Problem auf der Strecke, insbesondere zwischen dem Bischofsrieder Berg und dem Abzweig nach Dettenschwang ist, dass die Straße teilweise sehr schmal ist und nach Feststellung der Marktgemeinde an der engsten Stelle nur eine Breite von 4,60 Metern aufweist. In den Blickpunkt rückte dieser Zustand, nachdem das Staatliche Bauamt in Weilheim im Sommer und Herbst die Straßendecke verstärkt hatte. Dabei mussten auch die Banketten neu gemacht werden, die sich seither die Fahrer der Linienbusse bei Gegenverkehr nicht mehr befahren trauen.
Wegen der ungenügenden Straßenbreite und der nicht tragfähigen Banketten wird seit der Baumaßnahme die Rotter Straße nicht mehr von Bussen befahren, sie kommen nun über Dettenhofen nach Dettenschwang. Schüler von den Aussiedlerhöfen östlich von Dettenschwang werden seither mit dem Taxi zur Schule nach Dießen befördert.
Aufgrund der Kritik aus der Marktgemeinde hatte Amtsleiter Grafwallner im November vorgeschlagen, auf dem rund 1,1 Kilometer langen Sanierungsstück vier bis fünf Ausweichstellen zu errichten. Solche Buchten halte jedoch der Beauftragte für den öffentlichen Personennahverkehr am Landratsamt, Dietmar Winkler, nicht für „zweckdienlich“, berichtete Bürgermeister Kirsch jetzt von einer Behördenbesprechung.
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