Die Gemeinde Eching will aus Kostengründen die Buslinie zur S-Bahn aufgeben. Diese nutzten zu wenige Fahrgäste - viel zu wenige.

„Wir haben viel Lehrgeld bezahlt“: So hat Bürgermeister Siegfried Luge die Situation um die Buslinie 804 von Eching über Inning zur S-Bahn Station Grafrath in der jüngsten Gemeinderatssitzung zusammengefasst.
Für die Bürger wollte man eine Verbindung zur S-Bahn-Linie nach München schaffen. Etwa 28000 Euro im Jahr bezahlt die Gemeinde für die Busfahrten, was einem Drittel der Kosten entspricht. Den restlichen Aufwand teilen sich die Landkreise Starnberg und Fürstenfeldbruck.
Gestartet war die Buslinie im Dezember 2003. Im Jahr 2005 verpflichtete sich die Gemeinde für acht Jahre für die MVV-Buslinie zu zahlen.
Nun steht eine neue europaweite Ausschreibung der Linie für weitere acht Jahre ab dem Dezember 2013 an. Die Echinger Gemeinderäte sollten bei der jüngsten Sitzung entscheiden, ob sie für diese Zeit das Defizit der Linie von einem Drittel mittragen will. Einstimmig wurde dies jedoch abgelehnt. Seit 2008 müsse Eching den nicht durch die Landkreise Fürstenfeldbruck und Starnberg gedeckten Kostenanteil der Linie alleine tragen. Denn der Landkreis Landsberg, der zunächst die Kosten mit der Gemeinde teilte, kündigte, so hieß es in der Sitzung, diese Vereinbarung nach zwei Jahren. Eine Kostendeckung von 20 Prozent, wie sie der Landkreis forderte, konnte nicht erreicht werden.
Zudem erbrachte laut Untersuchungen eine Stichprobe nur vier Fahrgäste pro Tag und Richtung. Um die Gemeinde nicht gänzlich im Regen stehen zu lassen, bekam Eching nach Verhandlungen von Bürgermeister Luge noch zwei Jahre lang je 5000 Euro vom Landkreis als Zuschuss. „Seit vier Jahren zahlen wir die Buslinie alleine“, sagte Luge.
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