Freitag, 22. September 2017

Landsberg

08. Oktober 2013 00:34 Uhr

Ausstellung

Das Nichts zwischen den Linien

Monika Supé im Stellwerk in Dießen Von Romi Löbhard

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„Das Nichts zwischen den Linien“ Monika Supé im Stellwerk in Dießen: Gehäkelte Motivauswahl.
Foto: Romi Löbhard

Dießen Wie weit kann Material bei der Darstellung eines dreidimensionalen Körpers reduziert werden, ohne dass die Form verloren geht? Oder anders ausgedrückt: Wie viele Linien oder Striche aus welchem Material auch immer braucht das menschliche Auge, um einen Körper als solchen visualisieren zu können?

Monika Supé, von Beruf Architektin und als solche mit Zeichnen und Modellbau bestens vertraut, stellt sich unter anderem solche Fragen und geht ihnen auf verschiedenen künstlerischen Ebenen nach. Einige der Ergebnisse dieser Überlegungen sind unter dem Titel „Das Nichts zwischen den Linien“ noch bis zum 20. Oktober in der Galerie Stellwerk Dießen ausgestellt.

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Einziges „Versuchsobjekt“ in dieser Schau mit verschiedenen Kunstformen sind Kühe. Da ist einmal die Zeichnung: Auf mehreren weißen Papieren im DIN-A4-Format hat Monika Supé mit schwarzem Filzstift jeweils eine Kuh gezeichnet, aber nicht so wie die landläufige Vorstellung ist, sondern mit lediglich angedeuteten Konturen, die aber trotzdem dem Betrachter ein fertiges Tier vorgaukeln. „Bei diesen Kühen wollte ich gleichzeitig zum Ausdruck bringen“, so die Künstlerin, „wie wenig Platz ihnen in ihren Boxen zur Verfügung steht.“ Die Kühe sind deshalb meist nicht ganz abgebildet, oft fehlt an einer Seite etwas, Kopf oder Schwanz. Entdeckt hat Supé diese Kühe auf einer Alm und sie vor Ort gezeichnet. In einer zweiten Kunstform sind faszinierende Schattenbilder dargestellt.

Die Künstlerin „malt“ dafür mit Draht und Licht: Kurze, von einem eingerahmten Papier in den Raum zeigende Drähte bilden bei optimaler Beleuchtung auf dem Papier Kühe ab. Eine dritte gezeigte Form ist die Skulptur. Die in Hohenschäftlarn lebende, experimentierfreudige Künstlerin verwendet dafür feinen, weichen, leicht formbaren, mal geschwärzten, mal geglühten Draht. Hier ist die Form zum einen nur angedeutet, von weiter weg sieht der Betrachter ein vollendetes Tier. In der Nähe lösen sich die Formen auf, wird aus der Kuh ein Drahtgebilde fast ohne Wiedererkennung. Für eine andere Art der körperlichen Darstellung hat Monika Supé mit Draht gehäkelt und damit die Haut der Kuh dargestellt. Eine Öffnung am Rücken solle symbolisieren, so Supé, dass innen nichts mehr ist, dass nur die Haut, diese Trennwand zwischen innen und außen, noch da ist. Monika Supés künstlerische Arbeiten sind philosophische Betrachtungen zum Thema Raum. „Was ist Raum“, frage sie sich immer wieder, sagt die Künstlerin. „Ist Raum das, worin wir uns bewegen? Ist Raum das, was zwischen Körpern liegt und ist der Begriff auch anzuwenden für das, was bleibt, wenn etwas völlig entleert wird – also das Nichts und was ist dann dieses Nichts?“ Diese Überlegungen begleiten die Künstlerin bei der Gestaltung.

Sonderausstellung 6. Sonderausstellung im Atelier Stellwerk in Dießen, Seestraße 5: „Das Nichts zwischen den Linien“ graphische Plastiken von Monika Supé; Öffnungszeiten bis einschließlich 20. Oktober jeweils Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

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