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13. Juni 2010 18:45 Uhr

Das "Traumschiff" der Wasserwacht heißt "Bayern"

Utting Als sie damals den Preis für das neue Rettungsboot (rund 105 000 Euro) zum ersten Mal gehört hat, war für Gerda Plaumann klar, dass "das Ganze gecancelt wird. Da sich aber so viele Gönner gefunden haben, konnten wir träumen. So wurde das Boot unser Traumschiff und kann heute von Traumschiffkapitän Siegfried Rauch getauft werden", freute sich am Samstag bei der Feier der Wasserwacht die Vorsitzende der Uttinger Ortsgruppe. Von Stefan Gerum

Während Monsignore Heinrich Weiß noch die 33 Knöpfe seiner Robe zuknöpfte, begann der Uttinger Bürgermeister und Schirmherr der Taufe, Josef Lutzenberger, mit seiner Rede: "Der Pfarrer hat 33 Knöpfe, ich hatte mit 33 Jahren meinen ersten Windsurfer. Mitten auf dem See ist mir dann der Mast gebrochen. Für hundert Meter habe ich eine gute Dreiviertelstunde gerudert, bis Gott sei Dank die Wasserwacht kam und mich ans Ufer zurückgebracht hat. Ich finde es sehr wichtig, dass es Menschen gibt, die in einem Boot sitzen und alle rudern. Daher wünsche ich allen Wasserwachten immer eine Handbreit Wasser unter der Schraube", so Lutzenberger.

Wie wichtig die Wasserwacht in Utting ist, kann man seiner Meinung nach an dem zahlreichen Erscheinen der Gemeinderäte sehen. Auch die Zuschüsse für das Boot und den Hüttenumbau waren im Gemeinderat eine schnell beschlossene Sache.

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Der Vorsitzende des Bezirksverbandes Oberbayern, Rainer Schug, freute sich "hier stehen zu können und wieder ein Motorrettungsboot seiner Aufgabe zuführen zu können". Im Namen des Bezirksverbandes übergab er Gerda Plaumann einen Gutschein über 100 Euro für künftige Anschaffungen.

Ebenfalls einen Gutschein überreichte der Vorsitzende der Kreiswasserwacht, Alexander Stephan. Insgesamt 500 Euro haben die anderen Ortsgruppen für den Täufling gesammelt. "Wir freuen uns, dass wir jetzt endlich den Lückenschluss am Westufer vollbracht haben. Die Wasserwacht Utting konnte manchmal nicht mehr ausrücken, da der Wellengang zu hoch war", berichtete Alexander Stephan.

Mit geweihtem Ammerseewasser und Sekt

Gleich zweimal wurde dann das neue Rettungsboot auf den Namen "Bayern" getauft - einmal mit geweihtem Ammerseewasser von Monsignore Weiß, und im Anschluss mit Sekt von Fernseh-Traumschiffkapitän Siegfried Rauch, der sich als Taufpate zur Verfügung gestellt hatte.

Abgeschlossen wurde die Taufe, wie es sich gehört, mit einem Rettungsbootkorso auf dem See. Abends wurde dann im Bierzelt weitergefeiert.

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