Donnerstag, 14. Dezember 2017

Landsberg

09. Oktober 2016 08:40 Uhr

Dießen

Der „Wasserläufer“ gewann gleich zweimal

Das Kurzfilmfestival in Dießen geht mit vielen Preisen zu Ende

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Preisverleihung beim Dießener Kurzfilmfestival im Club 1516:  (von links) Marco Gadge (1. Preis Kurzfilm "Er und Sie"), Beston Zirian (1.Preis Dokumentarfilm und Menschenrechtspreis "Wasserläufer", Mazin Sherabayani (2. Preis Dokumentarfilm "Dyab") und Andreas Gerke (Zweiter Preis Dokumentarfilm "A cup of coffee & pieces of Wood").
Foto: Thorsten Jordan

Das 7. Dießener Kurzfilmfestival des Heimatvereins Dießen ist am Samstag mit der Preisverleihung und anschließender Party im Club 1516 zu Ende gegangen. Dort nahmen die meisten Gewinner ihren Preis persönlich entgegen, einen „Kurzfilmhelden“ von Holzbildhauerin Katharina Ranftl.

Dabei wurde der Dokumentarfilm „Wasserläufer“ gleich zweimal ausgezeichnet. Mit dem Menschenrechtspreis von der Amnesty International Gruppe Ammersee West und mit dem Preis (750 Euro) für den besten Dokumentarfilm. Filmemacher Beston Zirian, der aus Leipzig angereist kam, drehte diesen sehr berührenden Film ganz spontan, als er mit seiner Familie Urlaub in Istanbul gemacht hat und dort die vielen syrischen Kinder auf der Straße sah. Die eindringliche Dokumentation über eine syrische Familie zeigt, welche Träume, Wünsche und Hoffnungen durch eine Flucht auf der Strecke bleiben.

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Die Stimmen für den zweibesten Dokumentarfilm teilten sich zwei Filme: „Dyab“ aus dem Irak von Mazin Sherabayani und „A Cup of Coffee & Pieces of Wood“ aus Schweden von Andreas Gerke, der seine eigenen Eltern porträtierte.

Das Publikum wählte als besten Kurzspielfilm den lustigen und gleichzeitig in die Tiefe gehenden Streifen „Er und Sie“ von Marco Gadge der ebenfalls mit 750 Euro dotiert ist. Den 2. Preis (500 Euro) für den besten Kurzfilm erhielt der Animations-Film aus Deutschland „Trial and Error“, eine intelligente und kurzweilige Geschichte über einen verlorenen Knopf

Der Jurypreis für den besten Kurz-und Dokumentarfilm (undotiert) ging an den englischen Dokumentarfilm „Seven Days a week“ von Tal Amiran, der einen 66-jährigen Londoner Schreibwarenbesitzer begleitet.

Das 7. Dießener Kurzfilmfestival zeigte drei Tage lang 40 spannende, vielfältige Kurzfilme, die in diesem Jahr von Filmemachern aus der ganzen Welt eingereicht wurden. Darunter aus Indien, Polen, Mexiko, Australien, Irak und Iran. Das Festival setzte sich in diesem Jahr mit den Themen Toleranz, Menschenrechte und „Fremde Welten“ auseinander. Das 8. Dießener Kurzfilmfestival findet im Herbst 2018 statt

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