Freitag, 15. Dezember 2017

Landsberg

27. November 2017 17:57 Uhr

Landkreis Landsberg

Der Winklmeier ist wieder da

Bei der Bundestagswahl war er Direktkandidat im Wahlkreis Landsberg. Jetzt will er in den Landtag einziehen. 

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Christian Winklmeier (links) und Herbert Kränzlein. Der 26-jährige Gilchinger will für die SPD in den Landtag. Kränzlein wird das Landesparlament verlassen.
Foto: Gerald Modlinger

Christian Winklmeier ist wieder da: Der SPD-Bundestagskandidat 2017 will im Stimmkreis Landsberg-Fürstenfeldbruck/West auch Landtagskandidat 2018 werden. Heute gab Winklmeier dies zusammen mit dem bisherigen Landtagsabgeordneten Herbert Kränzlein bekannt. Zugleich kündigte der 67-Jährige, der dem Landtag seit 2013 angehört, seinen Rückzug aus der Parlamentsarbeit an.

Christian Winklmeier, 26, war im September Direktkandidat seiner Partei im neuen Wahlkreis Starnberg-Landsberg. 16,8 Prozent der Erststimmen waren damals auf ihn entfallen, ein durchaus motivierendes Ergebnis für Winklmeier, wie er sagte.Denn sein persönliches Ergebnis lag deutlich vor den 12,7 Prozent Zweitstimmen, die die SPD im Wahlkreis holen konnte.

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In drei Wochen will er sich den Mitgliedern stellen

Tatsächlich klopfte dann ein paar Wochen später Herbert Kränzlein bei Winklmeier an, um ihm die Kandidatur in Landsberg-Fürstenfeldbruck/West anzutragen. Wenn es der SPD etwas bringt und wenn es die Basis im Stimmkreis wolle, dann, so Winklmeier, sei er bereit. Die Basis ist nun am 20. Dezember am Zug: An diesem Tag findet in Hofstetten die Aufstellungskonferenz der SPD statt.

Inhaltlich will Winklmeier, der Gemeinderat in Gilching (Landkreis Starnberg) ist, bei seinen Themen im Bundestagswahlkampf weiter machen: An erster Stelle steht die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, dann folgt die Strukturpolitik, wobei Winklmeier vor allem das Landesentwicklungsprogramm und die Frage, wer die Struktur des Landes bestimmt - Konzerne oder die Politik -im Auge hat. Der dritte zentrale Punkt, der letztlich auch die Bundestagswahl entschieden habe, sei die „Frage der Integration“. Bei der Integration von Flüchtlingen laufe gerade im Freistaat „wahnsinnig viel schief“, meint Winklmeier und spricht vor allem an, dass abgelehnte, aber geduldete Asylbewerber hier jahrelang zur Untätigkeit verdammt seien, weil ihnen nicht erlaubt werde, zu arbeiten. Derweil funktioniere Integration vor allem durch Arbeit.

Die SPD will eine „2“ vorne dran haben

Dem Vorwurf an die SPD, „Ihr tut alles für die Flüchtlinge, aber nichts für uns“, begegnet Herbert Kränzlein mit dem Hinweis, mit einer Politik der Umverteilung dafür zu sorgen, die sich immer weiter öffnende Schere in der Verteilung des Wohlstands wieder zu schließen. Und dabei habe man auch die Bezieher mittlerer Einkommen im Blick, versicherte Kränzlein.

Und wie sieht es um die Machtperspektive der SPD aus? Kränzlein und Winklmeier formulieren es so: Ein Zweier vorne wäre bei der Landtagswahl das Ziel und bei der Regierungsbildung solle niemand um die SPD herumkommen können. Denn der nächste Landtag könnte so bunt wie noch nie werden – möglicherweise mit bis zu sieben Fraktionen, wie Kränzlein erwartet. Wobei natürlich eine gute Opposition auch wichtig sei. Denn, so die alte Erfahrung eines SPD-Abgeordneten, manche zunächst abgelehnten Vorschläge aus deren Reihen leben wenig später in einem Antrag der Regierungspartei wieder auf. Das G9, sagt Kränzlein, sei schließlich nur durch den Druck von SPD, Freien Wählern und Grünen wieder zurückgekommen.

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Ein Artikel von
Gerald Modlinger

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Ressort: Lokalnachrichten Ammersee


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