Dießen Eine positive Bilanz konnte Vorsitzender Edgar Maginot bei der Jahreshauptversammlung des Dießener Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereins im Maurerhansl am Mittwochabend ziehen. Die Mitgliederzahlen sind wie in den vergangenen Jahren gestiegen. 176 gewerbliche und private Vermieter zählte der Verein im Jahr 2008 (2007: 154 Mitglieder), zum Beispiel ist der "Kramerhof" in Riederau hinzugekommen. Die Zahl der Übernachtungen ist nicht entscheidend in die Höhe gegangen, sie liegt bei 28 357 (2007: 28 015) bei den privaten Übernachtungen und bei 30 000 bei den Gewerblichen - eine Zunahme von 1,5 Prozent. Erfreulich ist laut Maginot der Trend zum längeren Aufenthalt, er liegt bei 5,6 Tagen und ist damit deutlich höher als in vergleichbaren Touristikgemeinden (zwei bis drei Tage).



"Das kommt daher, dass die Gäste immer öfter Ferienwohnungen für mehrere Wochen mieten", erklärte Edgar Maginot, "Das schlägt sich dann in der Statistik nieder." Außerdem habe man feststellen können, dass große Wohnungen mit gehobenem Standard besonders gefragt seien. In den Hauptferienmonaten Juli und August sei die Kapazität an Übernachtungsmöglichkeiten nahezu ausgeschöpft: "Da stoßen wir an unsere Grenzen".
Das Tourismusbüro in der Schützenstraße hat sich laut Maginot bewährt - es fängt viele Stornierungen sofort auf, sodass es selten zu Lücken für die Vermieter kommt. Unter starkem Beifall lobte Maginot die Mitarbeiter: "Sie arbeiten ehrenamtlich! Nur eine einmalige Aufwandspauschale von dreihundert Euro bekommen sie im Jahr für ihren Einsatz."
Weitere Wanderwege werden erschlossen
Maginots Ausblick auf das Jahr 2009: Die alten grünen Hinweisschilder werden im Gemeindebereich durch neue, ansprechende Schilder ersetzt. "Das Geld von der Gemeinde ist da, wir können anfangen". Es werden weitere Wanderwege erschlossen und zusammengeführt. Der Gemeinderat arbeitet an einem neuen Flächennutzungsplan, bei dem die Bedürfnisse der Touristik Beachtung finden sollen.
Hinsichtlich der Finanzen gibt es beim Verein keine Probleme: Andreas Filgertshofer (Gasthof "Seefelder Hof") als "Finanzminister" des Vereins konnte einen gesunden Haushalt vorlegen. Bei der Aussprache der Mitglieder wurde das Problem fehlender öffentlicher WCs angesprochen. In die Seeanlagen gehöre ein vandalensicheres "Häuschen". Diese sind ganz aus Edelstahl. Gemeinderat Maginot (CSU) solle einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat stellen, forderte die Versammlung mehrheitlich.
Werner Schmid vom Tourismusverband Fünf-Seen-Land beklagte das immer noch mangelnde Interesse der Vermieter an einer Klassifizierung. Sie kostet 45 Euro und gilt für drei Jahre. Lediglich fünf Betriebe hätten "Sternchen" als Gütezeichen für ihre Zimmer und Wohnungen. Gäste würden heute aber immer mehr auf die Klassifizierung schauen und ihre Entscheidung davon abhängig machen.
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