Architekturwettbewerb mit hohen Ansprüchen

„Eine gelungene und durchdachte bauliche Entwicklung ist entscheidend für die Anmutung einer Stadt.“ Oberbürgermeister Matthias Neuner, der sich selbst als „lang gedienten Mann der Bauwirtschaft“ bezeichnete, betonte bei der Verleihung des 3. Wessobrunner Architekturpreises 2012 im Festsaal des Historischen Rathauses in Landsberg weiter, dass er ein Verfechter von Architektur sei, in der der Mensch die Hauptrolle spiele.
Weiter forderte er Nachhaltigkeit als gutes und sicheres Fundament, auf dem architektonische Maßstäbe gesetzt werden könnten. Bezirkstagspräsident Josef Mederer äußerte sich in seinem Grußwort ähnlich: „Qualitativ hochwertige neue Bauten sind Denkmäler von morgen“, sagte Mederer und erklärte, Architekten gestalteten nicht nur Heimat, sondern setzten Stein und Ziegel um in Psychohygiene und seien damit präventiv tätig. Auch mahnte er die Barrierefreiheit an, die heute eine Selbstverständlichkeit sein müsse.
„Ursprünglich wollte die Jury überhaupt keinen Preis vergeben“, sagte Felix Bembé, Vorsitzender des Wessobrunner Kreises, bei seiner Hinführung an die Preisverleihung, „denn alle eingereichten Arbeiten seien doch recht fehlerbehaftet.“ Bei den abendlichen Nachbetrachtungen der jeweils besichtigten Bauten hätten die Juroren Bernhard Marte (Österreich), Beat Consoni (Schweiz) und Walter Angonese (Südtirol) dann aber doch zunehmend Licht gesehen bei den Projekten „und die tiefen Furchen auf der Stirn haben sich wieder geglättet“. Letztendlich seien zwei Projekte für preiswürdig befunden worden, weitere vier erhielten Auszeichnungen. Die jeweiligen Architekten beziehungsweise Vertreter von Architekturbüros sowie teilweise auch Bauherren stellten ihre Arbeiten bei der Preisverleihung vor.
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