Sonntag, 19. November 2017

Landsberg

11. Oktober 2016 16:30 Uhr

Tutzing

„Die Lieder von Brahms passen gut zu meiner Stimme“

Die Sopranistin Juliane Banse tritt in Tutzing zum ersten Mal auf. Die Sängerin kommst aus Dießen

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Die Sopranistin Juliane Banse wird in Tutzing ein Konzert geben. Dabei stehen Lieder von Brahms auf dem Programm.
Foto: Elsa Okazaki

Sie ist auf den Weltbühnen zu Hause, singt in New York, London oder Wien. Bei den Tutzinger Brahmstagen, die am 9. Oktober mit einem Konzert in der Evangelischen Akademie beginnen, ist sie in diesem Herbst zum ersten Mal zu hören. Dabei hat Juliane Banse gerade für Johannes Brahms eine besondere Vorliebe. In Tutzing wird die international gefeierte Opernsängerin von dem Komponisten Lieder nach Texten von Hölty, von Platen oder Goethe zu Gehör bringen. Das Landsberger Tagblatt sprach mit der in Dießen am Ammersee lebenden Sopranistin.

Frau Banse, Bremen, Oxford, Düsseldorf, Köln... Wenn man aktuell ihren Terminkalender betrachtet, kann man sich richtig glücklich schätzen, Sie am 23. Oktober hier am Starnberger See erleben zu dürfen. Wie kam es dazu, denn Sie sind ja mehr auf den Weltbühnen unterwegs als hier in der Region?

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Banse: Das ist immer ein sehr schwieriges Planungsspiel, einen Termin zu finden. Für Tutzing gab es schon mehrere Anläufe und jetzt hat es endlich geklappt.

Ich freue mich sehr, hier am Starnberger See auftreten zu können.

Denn ich fühle mich den Brahmstagen sehr verbunden, auch durch die zahlreichen persönlichen Kontakte. Und es freut mich auch ganz besonders, dass dieses Festival mittlerweile so erfolgreich ist.

Ein Abend mit Liedern von Brahms und Schumann und das zum Abschluss des Festivals. Sie reihen sich damit in den Reigen prominenter Interpreten ein, wie Hermann Prey oder Jonas Kaufmann, die auch schon in Tutzing auf der Bühne standen. Welchen Bezug haben Sie zu Brahms? Was werden sie am 23. singen?

Banse: Brahms ist einer der wichtigsten romantischen Liedkomponisten und das Lied ist ein ganz wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Abgesehen davon singt sich Brahms einfach herrlich, seine Stücke lassen sich gut kombinieren und sie passen auch gut zu meiner Stimme. Das Programm am 23. Oktober wird eine Mischung sein, von seinen frühen bis hin zu den späteren Werken, von eher humoristisch bis langsam und schwermütig. Es werden Lieder wie „Auf dem Kirchhofe“, „Ständchen“ oder „Feldeinsamkeit“ dabei sein.

Es gibt ja eine Reihe von Brahms-CDs mit Ihnen. Ist da in nächster Zeit etwas Neues geplant?

Banse: Ja, es gibt ganz viele Brahms-CDs mit mir. Das war eine Gesamtaufnahme seines Werks, ganz chronologisch und auf fast jeder CD bin ich mit ein paar Liedern vertreten. Die Aufnahme entstand Ende der 1990er Jahre. Derzeit ist mit Stücken von Brahms nichts weiter geplant. Es wird aber im kommenden Frühjahr eine CD beim BR-Klassik-Label mit Werken von den „Brahms-Erben“ herauskommen, mit Stücken von Erich Wolfgang Korngold, Josef Marx, Walter Braunfels und Hans Pfitzner.

Gibt es ein Stück von Brahms, welches Sie besonders gerne singen?

Banse: Brahms habe ich schon immer gern gesungen. Das ging schon gleich im Studium los. Auch das Requiem habe ich ganz oft gesungen. Aber ich habe kein Lieblingslied von ihm. Sie gehen mir irgendwie alle ans Herz, da mag ich gar keines besonders hervorheben.

Nach Düsseldorf und Köln, was sind ihre Pläne für 2017?

Banse: In Köln singe ich eine Ein-Personen-Oper: La Voix humaine - „Die menschliche Stimme“ eine Monoper von Francis Poulenc. Das ist eine spannende Symbiose von Oper und Liederabend. Dann steht eine Konzertphase in Hongkong auf dem Plan und im Juli werden mein Mann und ich wieder unser eigenes Klassikfestival in Portugal veranstalten.

Und hier in der Region?

Banse: Im Februar ist ein großes Benefizkonzert am Ammerseegymnasium geplant. Mein Mann und ich werden das zusammen mit dem Schulorchester und dem Schulchor veranstalten.

Wir werden ein buntes Programm zusammenstellen, von Mozart, Haydn bis zum Karneval der Tiere. Unsere beiden Söhne Florian und Lucas gehen dort auf die Schule. Das Gymnasium ist musikalisch sehr engagiert, benötigt aber dringend einen Konzertflügel. Dafür wollen wir mit dem Konzert Spenden sammeln.

Tutzing Die Brahmstage vom 9. bis 23. Oktober 2016; www. kunstraeume-am-see.de; Karten: Tourismusverband Starnberger Fünfseenland 08151 90600 oder kontakt@kunstraeume-am-see.de

Die Tutzinger Brahmstage werden in diesem Herbst zum 19. Mal veranstaltet. Auch in diesem Jahr treten wieder herausragende Musiker auf:

Neben der Sopranistin Juliane Banse, der Pianist Herbert Schuch und der Cellist Wenn-Sinn Yang, alles umjubelte Meister ihres Fachs. Sie interpretieren in dem historischen Festsaal von Schloss Tutzing Werke von Johannes Brahms und anderen Komponisten.

Insgesamt stehen vom 9. bis 23. Oktober fünf Konzerte an drei Spielorten mit 17 Musikern auf dem Programm. Eröffnet wird das Festival mit den berühmten Klavier-Balladen op.10 von Brahms. Sie werden von dem 37-jährigen Pianisten Herbert Schuch interpretiert. Brahms verbrachte 1873 einen Sommer in Tutzing.

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