Mittwoch, 23. August 2017

Landsberg

12. August 2017 19:58 Uhr

Landsberg

Die Pitzlinger drücken aufs Tempo

Speed-Displays stehen im Landsberger Stadtteil auf der Wunschliste ganz oben. Ein neues Ortszentrum wäre bei der Alten Schule möglich. 

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Der Platz an der Alten Schule könnte der neue Dorfmittelpunkt in Pitzling werden.
Foto: Julian Leitenstorfer

Kleiner Aufwand, große Wirkung. Das sind die Schlagworte, die den ehemaligen Ortssprecher und Wahlpitzlinger Franz Daschner dazu veranlassen, federführend für alle Landsberger Ortsteile Speed-Displays, also Geschwindigkeitsanzeigen, zu fordern und auch zu beantragen. In seinem Heimatort Pitzling hat dieser Wunsch sogar oberste Priorität, noch vor einem möglichen Ortszentrum, noch vor einer Querungshilfe über den Lech und noch vor einer Einkaufsmöglichkeit.

Wer nun aber glaubt, dass sich die Pitzlinger in ihren Überlegungen zur Zukunft ihres Lebensumfeldes sehr genügsam zeigen, unterschätzte diese Forderung nach den Speed-Displays, wie der frühere Ortssprecher und jetzige UBV-Stadtrat Franz Daschner im Gespräch mit dem LT versichert. Das Problem der gefahrenen Geschwindigkeit sei vor allem in der Seestraße virulent, und das schon seit Jahren. Franz Daschner: „Dabei sind es nicht nur die Touristen, die oft sehr flott unterwegs sind.“ Er erhofft sich durch das Aufstellen jeweils eines Displays am nördlichen wie am südlichen Ast der Ortsstraße eine ähnlich erzieherische Wirkung, wie sie im Stadtgebiet Landsberg durchaus festzustellen ist. Er selbst ertappe sich im unterbewussten Ehrgeiz dabei, die Geschwindigkeitsanzeige stets im grünen Bereich passieren zu wollen.

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Da dies aber kein rein Pitzlinger Problem sei, habe er sich bereit erklärt, die Beantragung der Speeddisplays für alle Ortsteile federführend zu übernehmen. Dabei ist er zuversichtlich, die „überschaubaren Mittel“ dafür im Haushalt 2018 noch unterbringen zu können. Natürlich sei das Thema Speed-Display nur einer von mehreren Punkten, die in zwei Bürgerworkshops in Pitzling jüngst erarbeitet und in einem Ranking auf einer Prioritätenliste festgehalten wurden. Auf Platz zwei erscheint nämlich ebenfalls ein altes Thema, das aber eine ganz neue Wendung zu nehmen scheint: das Dorfzentrum. Nachdem der frühere Ortsmittelpunkt, der Gasthof Hirsch, verkauft worden war, machten sich die Pitzlinger Gedanken darüber, wie sie dennoch zu einem Ortszentrum kommen könnten. Franz Daschner ist nämlich der Meinung, dass für rund 700 Landsberger Ortsteilbürger ein solcher Ort der Kommunikation unbedingt nötig ist: „Da gibt es auch keine zwei Meinungen.“ Dabei gefällt ihm ein Anstoß, den Oberbürgermeister Mathias Neuner gegeben hat. Der hat im Garten der Alten Schule drei massive Sitzgarnituren aufstellen lassen. Dort könnte nach Meinung der Pitzlinger durchaus ein Dorfzentrum entstehen.

Wohnen für mehrere Generationen oder Dorfladen?

Auch die städtische Wohnung an der Alten Schule könnte sich in das Konzept einfügen. Dort, so lauteten die Vorschläge aus dem Pitzlinger Workshop, wären zwei Nutzungen denkbar: zum einen als Mehrgenerationenwohnen, zum anderen aber auch als mögliche neue Heimat eines so dringend und seit vielen Jahren herbeigesehnten Dorfladens, der eventuell auf Genossenschaftsbasis zu betreiben wäre. Natürlich müsste die Umsetzung noch intensiv besprochen werden, aber als zu verfolgendes Ziel mit Priorität zwei. Daher hat Franz Daschner bereits das Liegenschaftsamt gebeten, die Wohnung zumindest nicht vor der nächsten, im September stattfindenden Strategie-Klausur in Irsee zu vermieten.

Ein weiteres Pitzlinger Thema betrifft eine Querungsmöglichkeit des Lechs, auch wenn einige Bürger dadurch eine Zunahme des Touristenstroms befürchten. Daschner sieht diese Gefahr eher als gering an, vielmehr wäre das eine Möglichkeit, ein Gemeinschaftsprojekt der Ortsteile voranzubringen: ein Radwegenetz zwischen den Ortsteilen und Landsberg.

Dazu müsste aber, wie im LT bereits berichtet, die Bahnlinie entlang der B 17 (durch eine Röhre) unterquert werden können, zum anderen sei da ja noch der Lech zu überwinden. Franz Daschner gibt zu, dass er selbst die Idee eines Stegs immer als „Spinnerei“ abgetan habe. Doch jetzt hält er die Idee einer Fähre zumindest für überlegenswert. Denn er ist sich sicher: Ein Radwanderweg könnte für Landsberg und seine Ortsteile ein Gewinn sein.

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Ein Artikel von
Dieter Schöndorfer

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Ressort: Lokalnachrichten Landsberg


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