Sonntag, 17. Dezember 2017

Landsberg

09. Juli 2017 19:05 Uhr

Schondorf

Die Schondorfer Lebenskunst

Zahlreiche Besucher überzeugen sich  beim Kulturfest davon, wie das kreative Leben zwischen Bahnhof, Rathaus und Feuerwehrhaus aussieht. Und selbst einbringen können sie sich dabei auch.

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„Kunst, Kunsthandwerk und Lebenskultur“, wie dies auch Bürgermeister Alexander Herrmann formulierte, haben am Samstagnachmittag das Leben zwischen Schondorfer Bahnhof, Rathaus und Feuerwehrhaus bestimmt: Die Bahnhofstraße war im Rahmen der Kreiskulturtage eine kleine Freiluftausstellung für hiesige Künstler und Kunstgewerbler.

 Gekommen waren vor allem Ateliers und Werkstätten vom Ammersee, angefangen von Möbeln von Claudia Rinneberg aus Dießen, die in Höhe des Lokals Kuba die Kultur-Fußgängerzone eröffneten bis hin zu den textilen Arbeiten von Angelika Kunik (das Abendkleid aus der Handtasche) und den Kinderporträts der Malerin Christine Herr-Tropp. Aber auch der Kunstverein Landsberg war mit Arbeiten vertreten.

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So manches Handwerk ließ sich auch praktisch verfolgen: Töpfern bei Regine Hohmann, Drechseln bei Wastl Portenlänger, Punzieren bei Peter Michael Scholz (Galerie Goggolori), der die Besucher selbst Hand anlegen ließ: Mit einem Schlag auf dem Punzen ließen sich von Scholz vorgefertigte Muster in einen Silbertropfen drücken. Diese „Nuggets“ sollen ihrem jeweiligen Symbol nach den Besitzer entsprechend unterstützen.

Ideen einpflanzen

Sich selbst einbringen konnten die Besucher auch beim Stand der Transition Town Gruppe Ammersee und dem Repair-Café und „Ideen einpflanzen“. Luzius Kloker zeigte dort, wie man aus Hanf einen Strick dreht. Er verwendet die alte Technik auch, um alte Stricke wiederzuverwerten.

Anlässlich des Kulturfestes wurde auch ein Kunstwerk in der Winterhalle des Schondorfer Bahnhofs eröffnet: Schüler der Wolfgang-Kubelka-Realschule hatten einen noch unvollendeten Fries, der von anderen Schülern weitergeführt werden soll zum Thema „Geschichte des Verkehrs“ geschaffen. Und Bürgermeister Herrmann freute sich, dass der bemalte Streifen, der mit Blau, Orange und Braun, die Farben des Bahnhofs aufnimmt, „genauso geworden ist, wie ich mir das dachte“.

 Landheimschüler haben laut Herrmann Tische und Bänke in der Winterhalle hergerichtet. Der Raum, der über den Winter wegen Vandalismus geschlossen war, könne jetzt dank Videoüberwachung, offen bleiben, so der Bürgermeister gegenüber dem LT. „Es ist traurig, dass es das braucht, aber es funktioniert.“ Im Bahnhof zeigte auch der Schondorfer Kreis die Bilder des Malwettbewerbs, in de Kinder ihre liebsten Eindrücke von Schondorf wiedergaben. Eingeweiht wurden auch die neuen Bilder in der „Tunnelgalerie“. Den einstigen dunklen Durchgang schmücken nun wieder neue Arbeiten der Realschüler.

Kultur hat immer auch etwas damit zu tun, wo der Mensch verortet ist, so stand auch „Schnittstelle Heimat“ über diesen Kreiskulturtagen, die am Sonntag ihren Abschluss fanden. Und in Schondorf trafen sich sowohl musikalisch auf der Bühne, als auch kulinarisch verschiedene Kulturen, Alphornbläsern und Trommlern des Musikzentrums Schondorf bis zur irischen Musik. Crêpes gab es beispielsweise von Besuchern aus dem französischen Mauguio und Würziges aus Syrien, Afghanistan und Eritrea über den Asylhelferkreis.

Landrat Thomas Eichinger, dessen Heimat Schondorf ist, hatte zur Eröffnung des Festes die Frage aufgeworfen, ob das Thema Heimat noch zeitgemäß sei und dies auch gleich beantwortet. Er sieht es als derzeit besonders aktuell an und verwies darauf, dass sicherlich mehr als die Hälfte der Schondorfer noch nicht so lange hier ansässig seien, die Ammerseegemeinde ihnen jetzt aber Heimat geworden sei. Bayern habe eine Geschichte der Flüchtlinge „und dies macht unser Leben reichhaltig“. Mit der Initiatorin der Kreiskulturtage, Anunciata Foresti, besuchte Eichinger die Stände der Künstler, die er als am Ammersee Lebender oft auch schon kannte.

Einer war freilich nicht vertreten mit seiner Kunst, beziehungsweise hatte sich nur mit einer Protestaktion als „Heimatvertriebener“ am ehemaligen Güterschuppen verewigt: Andreas Kloker. Der Gemeinderat hatte es abgelehnt, dass der Schondorfer Künstler den Güterschuppen während der Kulturtage für eine Kunstaktion nutzt.

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Ein Artikel von
Stephanie Millonig

Landsberger Tagblatt
Ressort: Lokalnachrichten Ammersee


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