Samstag, 18. November 2017

Landsberg

13. September 2017 13:01 Uhr

Penzing

Die Transall verabschiedet sich

Auf dem Penzinger Fliegerhorst ist es ruhiger geworden. Das LTG 61 hat nur noch wenige Maschinen. Der 28. September wird noch einmal ein wichtiges Datum.

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Beim Tag der Bundeswehr im Juni mobilisierte das Lufttransportgeschwader 61 noch einmal die Massen. 51511 Besucher kamen in den Fliegerhorst auf der Landsberger Platte, feierten den 60. Geburtstag des Geschwaders – und gleichzeitig den Abschied von der Traditionseinheit, die zum Ende des Jahres aufgelöst wird. Von da an wurde es ruhiger um das Geschwader. Am 28. September wartet nun aber der nächste Meilenstein: der Fly-Out der Transall.

Hier geht‘s zu unserer Bildergalerie vom Tag der Bundeswehr.

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Fly-Out ist in diesem Fall so etwas wie der Abschied von der guten alten Transall. Sie geht dem Geschwader voraus, das dann am 14. Dezember mit dem Einholen der Truppenfahne feierlich aufgelöst wird. Wer von der nahe vorbeiführenden Autobahn A96 hinüber auf das Vorfeld des Fliegerhorstes schaut, dem fiel in den zurückliegenden Wochen die doch deutlich abnehmende Anzahl von Transall-Flugzeugen auf. Waren es zu Jahresbeginn noch zwölf Maschinen, hat sich deren Anzahl, über die das Transportgeschwader aktuell verfügt, auf sechs Flugzeuge reduziert.

Kommt die „Silberne Gams“ ins Museum?

Oberstleutnant Klaus Schierlinger, stellvertretender Kommodore, zu den Gründen: „Einige Flugzeuge sind nach Hohn zu unserem Schwesterverband verlegt, wo sie weitergeflogen werden, andere gehen zum Beispiel in die Hochwertteileverwertung“ – oder werden abgegeben, an Privatpersonen, Unternehmen oder an andere Teilstreitkräfte der Bundeswehr. So wurde der Rumpf einer Transall über die Autobahn nach Pfullendorf (Landkreis Sigmaringen) gefahren, wo sie künftig in der Staufer-Kaserne als Übungszelle für die Ausbildung von Objektschützern genutzt wird.

Derzeit aber versieht das Geschwader noch einen völlig „normalen“ Dienst, nur eben mit weniger Flugzeugen. So beginnt zum Beispiel heute noch einmal ein zweiwöchiger Zyklus mit Medevac-Bereitschaft und Einsätzen für die EATC, das Europäische Lufttransportkommando.

Der Chef fliegt selbst

Eine weitere Option ist die Zukunft einer Transall in einem Museum. Dort könnte eventuell die Jubiläumsmaschine, die „Silberne Gams“, für die Nachwelt erhalten werden. Klaus Schierlinger: „Gespräche wurden inzwischen schon geführt, Interesse besteht.“ Derzeit ist die in silberner Traditionslackierung gehaltene Transall auf zahlreichen Flugfesten unterwegs, zuletzt vor knapp zehn Tagen in Lübeck beim Hafenfest.

Sie wird auch am Donnerstag, 28. September, im Mittelpunkt des symbolischen Fly-Out stehen. Geflogen wird die „Silberne Gams“ dann von Kommodore Oberst Daniel Draken selbst. Begleitet wird sie beim symbolisch letzten Anflug von mindestens einer zweiten Transall, die ebenfalls eine, allerdings weniger aufwendige, Sonderlackierung erhält. Symbolisch deshalb, weil auch nach dem 28. September „vereinzelter Flugbetrieb“ auf dem Fliegerhorst stattfinden wird. Dann aber zunächst noch mit vier, nach wenigen Wochen mit drei Maschinen.

Vereinzelt wird es noch Flugbetrieb geben

Auch die Zahl des Personals im Fliegerhorst wird weiter abnehmen. Gehören mittlerweile ohnehin nur noch 790 Personen von einstmals bis zu 1500 dem Geschwader an, wird die nächste große „Wechselwelle“ zum 1. Oktober anlaufen. Oberstleutnant Schierlinger: „Das ist bei der Luftwaffe ein traditionelles Versetzungsdatum.“ Daher wurde der Tag des Fly-Out auch vorgezogen, um noch möglichst vielen Soldatinnen und Soldaten wie auch Zivilangestellten die Möglichkeit des gemeinsamen Abschieds zu geben. Daher ist der Festakt und die am Abend folgende Feier keine öffentliche Veranstaltung. „Von der Bevölkerung haben wir uns ja am Tag der Bundeswehr verabschiedet.“

Der Fly-Out ist eine interne Feierlichkeit, zu der auch viele dem LTG 61 verbundene Ehemalige kommen wollen. Kasernenkommandant Peter Hammer: „Unser Traditionsverband ist für viele einfach eine Herzensangelegenheit.“ Ob dann das letztlich offizielle Ende des Geschwaders, die Außerdienststellung am 14. Dezember, noch einmal einen öffentlichen Auftritt vorsieht? Oberstleutnant Schierlinger glaubt es nicht: „Geplant ist Stand heute ein feierlicher Appell auf dem Gelände des Fliegerhorsts.“ Dabei wird die Truppenfahne eingeholt und an den Kommandeur Fliegende Verbände beim Luftwaffentruppenkommando übergeben.

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Ein Artikel von
Dieter Schöndorfer

Landsberger Tagblatt
Ressort: Lokalnachrichten Landsberg


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