Montag, 20. Mai 2013

29. März 2012 12:56 Uhr

Feuerwehr

Digitalfunk: Neun Standorte für die Funkmasten

Kommandanten und ihre Stellvertreter tagten

Landkreis Die Einsatz- und Übungsstunden der Feuerwehren im Landkreis werden Jahr für Jahr mehr. Bei der Dienstversammlung der Kommandanten mit Stellvertretern in der Verwaltungsschule in Holzhausen am Ammersee nahmen dies Landrat Walter Eichner, Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger und Kreisbrandrat Johann Koller zum Anlass, Dank zu sagen. Neben Ehrungen standen an diesem Abend unter anderem auch die Themen Digitalfunk, Integrierte Leitstelle und Freigabe von Straßen nach Ölunfällen im Mittelpunkt.

Digitalfunk Über den aktuellen Stand zur Einführung des Digitalfunks informierte Kreisbrandinspektor Robert Waldhauser. Demnach sollen bis Ende des Jahres in Bayern immerhin rund 450 Basisstationen fertiggestellt werden. Im Bereich der Integrierten Leitstelle Fürstenfeldbruck, zu dem unter anderem auch der Landkreis Landsberg gehört, sei inzwischen eine regionale Projektgruppe gegründet worden. Sie soll sieben Teilprojekte bearbeiten: Taktik, Betrieb, Beschaffung, Leitstelle, Schulung, Test und Öffentlichkeitsarbeit. Wichtig sei auch die Vorbereitung auf den erweiterten Probebetrieb, der im September nächsten Jahres beginnen soll.

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Im Landkreis Landsberg sind neun Standorte für Funkmasten vorgesehen. Erst vor Kurzem sei ein neuer Mast auf einem Gebäude der Schöffeldinger Feuerwehr montiert worden. Dieser Standort diene als Ersatz für jenen in Pflaumdorf. Im Juli könnte nun der Betrieb aufgenommen werden. Weitere Schritte sind laut Robert Waldhauser das Erarbeiten eines regionalen Konzepten, das Erfassen des konkreten Bedarfs bei den Feuerwehren und der Beginn der Schulungen im Herbst. „Wir machen heimlich, still und leise unsere Arbeit.“ Der Digitalfunk sei nicht mehr zu vermeiden.

Landsbergs Landrat Walter Eichner zeigte sich beim Thema Digitalfunk allerdings enttäuscht über das Vorgehen des Bayerischen Innenministeriums. Es mangele nach wie vor an Daten und Fakten. Daher habe der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Fürstenfeldbruck Nein zum Probebetrieb gesagt. Die Teilnahme daran hätten im Landkreis bislang 20 Gemeinden zugesagt, fünf lehnten ihn jedoch ab.

Leitstelle In der Integrierten Leitstelle in Fürstenfeldbruck läuft es nach Ansicht der Feuerwehren derzeit nicht rund, wie Kreisbrandrat Johann Koller sagte. Laut Landrat Walter Eichner müsse dort „im personellen Bereich etwas gemacht werden“. Bei einer Besprechung der Landräte der vier zugehörigen Landkreise sei dieses Problem angesprochen worden. „Eine Lösung wird aber nicht von heute auf morgen möglich sein“, sagte Koller.

Ölspur Bleibt nach einem Verkehrsunfall auf der Straße eine Ölspur zurück, dann wird sie häufig von der Feuerwehr beseitigt. Danach muss die Straße wieder freigegeben werden – laut Straßenverkehrsordnung Aufgabe des Baulastträgers, bei Gefahr im Verzug der Polizei, wie Alfred Geyer, der Leiter der Landsberger Inspektion, sagte. Wie bei der Versammlung gesagt wurde, hatten einige Feuerwehren bis zu 15 Minuten auf die Freigabe durch die Polizei warten müssen. Daher bat Geyer darum, die Beamten frühzeitig zu informieren.

Zuschüsse Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Johann Eitzenberger informierte über verbesserte Zuschussrichtlinien. Demnach könne bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge mit einer Förderung durch den Freistaat von bis zu 30 Prozent gerechnet werden. Positiv wertet er die neue Image-Kampagne der Feuerwehren in Bayern. Mit dem Satz „Stell dir vor es brennt, und keiner kommt“ werde nach außen um Nachwuchs geworben, nach innen die Aktiven motiviert, an den Einsätzen teilzunehmen.

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