Freitag, 22. September 2017

Landsberg

05. Oktober 2007 20:05 Uhr

Ein Künstler beschreitet neue Wege

Landsberg Den Bildhauer Bert Praxenthaler kennen viele, seine Videoinstallationen sind ebenfalls bekannt. Nun stellt er sich erstmals mit Druck- und Fotografiken vor. Die Ausstellung ist noch bis 13. Oktober in der Galerie Raasch zu sehen.

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Angenommen, Sie gehen in die Galerie, weil Sie einen Geheimtipp bekommen hätten, ein unbekannter Künstler stelle in der Galerie Raasch aus.

Was würden sie sehen? Auf den ersten Blick ist klar: Dieser Künstler beherrscht das Handwerk der Graphik, kann mit den Techniken Radierung, Aquatinta usw. bestens umgehen. Mehr noch: Er braucht sich um sein handwerkliches Können nicht zu kümmern, er kann auf dieser ihm offensichtlich selbstverständlichen Basis jonglieren und virtuos spielen.

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Unglaubliche Beobachtungsgabe

Sie würden über den Künstler staunen: Er scheint eine unglaubliche Beobachtungsgabe zu haben, fähig zur gnadenlosen Präzision in einer realistischen Darstellung.

Beispielsweise, betrachtet man ein Kreuz von oben, scheint in einem bestimmten Winkel der Aufsicht das Kreuz in den Boden gestampft zu sein.

Dann der ästhetische Reiz der Bilder in ihrer Komposition, ihrer Ausbalancierung, die Art, wie sie gezeichnet oder getuscht sind. Dann würden Sie sagen, dieser Künstler beschäftigt sich, dem Gegenständlichen, dem Konkreten verfallen, mit eigenartigen Sujets, manches wirkt grotesk, skurril, besonders in dieser genauen Ausarbeitung. Unermüdlich vermag er einzelne Motive zu bearbeiten, zu variieren, in allen Facetten zu beleuchten, weiterzuentwickeln, mit kalkulierter Wirkung. Zunächst bedeuten die Gegenstände nur sich selbst.

Elemente aus der Natur

Elemente aus der Natur, allerdings mit Objektcharakter oder menschliche Dinge werden Bildmittelpunkt, eine vielleicht weggeworfene Jacke zu mehr als einem Attribut, symbolträchtig, ein Motiv.

Er konstruiert auch aus dem, was er kennt, was er schon gestaltet hat. In seinen Druckarbeiten (Kupfer und Aquatinta) scheinen Bezüge zu seinen Skulpturen auf: Das "Ei" oder der "Kubus", "Wund" oder "der Übergang." Und dadurch erkennt der Betrachter den Künstler wieder: Bert Praxenthaler.

Wiederkehrend: Verbindung zu seinen Skulpturen

Und noch eine neue Seite: Fotografik, digital bearbeitete Bilder. Auch hier meist ein Bezug zu seinen Skulpturen. Bearbeitungszustände seiner bildhauerischen Werke werden fotografisch dokumentiert, digital neu kombiniert und grafisch bearbeitet. So entstehen gänzlich neue Ansichten und Zusammenhänge.

"Deformationen": Aufnahmen von deformierten Metallteilen, bizarr verformte Metallstücke als ehemalige Bestandteile von Mörsergranaten, Panzerminen und Fliegerbomben, die von den Taliban benutzt wurden, als diese die Buddhastatuen in Afghanistan zerstörten. Durch die Gewalt der Explosion entstanden diese Miniaturen, festgehalten mit dem Fotoapparat. Möglich wurde dies, durch Praxenthalers Tätigkeit in der nationalen und internationalen Denkmalpflege.

Die Ausstellung mit Grafiken von Bert Praxenthaler ist noch bis zum 13. Oktober in der Galerie Raasch zu sehen. Geöffnet Mo. bis Fr. von 9.30 - 12.30, 14.30 bis 18, Sa. von 9.30 bis 13 Uhr.

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Schlagworte

Landsberg | Afghanistan | Taliban

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