Für FFH-Gebiet „Moore und Wälder westlich Dießen“ ist Managementplan fertig Von Stephanie Millonig

Forstdirektor Hans-Jürgen Gulder hatte einen dicken Aktenordner in der Hand: Der Managementplan für das FFH-Gebiet „Moore und Wälder westlich Dießen“ ist fertig und geht nun Gemeinden und Kommunen zu. Der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Fürstenfeldbruck überreichte sein Exemplar an den Leiter des Forstbetriebes Landsberg, Nikolaus Stöger und gab damit den Startschuss für die Umsetzung der Maßnahmen, die in diesem Managementplan formuliert sind. Auf vielen Seiten ist zum einen der Zustand der Naturflächen in dem FFH-Gebiet dargelegt, welche Ziele es für die Erhaltung gibt und wie diese zu erreichen sind. Startschuss ist nur bedingt richtig, denn beispielsweise im Ochsenfilz arbeiten die staatlichen Förster schon seit Mitte der 1970er Jahre an einer Wiederherstellung des durch Torfstich degenerierten Hochmoores.
Hier zeigt sich der Unterschied zum Privatbesitz: Für Flächen, die in öffentlicher Hand sind, gilt das Gebot, aktiv Maßnahmen zu ergreifen, um zu erhalten und wiederherzustellen, für den Privatmann nur ein Verschlechterungsverbot. „Das heißt, eine Wiese darf beispielsweise nicht aufgeforstet werden“, erläutert Gulder. Pflegeschnitte, um eine Streuwiese zu erhalten, dürfen aber nicht erzwungen werden. Hier setzt der Vertragsnaturschutz an, das heißt, es gibt Geld für die Landschaftspflege. Zwischen Wald und Offenflächen verläuft die große Unterscheidung, weiter kann noch in viele verscheiden Lebensraumtypen differenziert werden, wie der zuständige Betreuer beim AELF, Josef Stangl, erläutert.
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