Samstag, 24. Februar 2018

Landsberg

21. Dezember 2015 19:15 Uhr

Schloss Kaltenberg

Ein außergewöhnliches Angebot

Prinz Heinrich arbeitet an der Weiterentwicklung der Hausmarke. Das gilt auch für das Ritterturnier.

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Immer wieder gelang es dem Schwarzen Ritter (Frédéric Laforêt) in der Vergangenheit, dem Königshaus zu schaden und seine bösen Spielchen zu veranstalten. Im kommenden Jahr muss er dazu um die Gunst des Publikums buhlen.
Foto: Julian Leitenstorfer

Der Anspruch auf Schloss Kaltenberg ist seit Jahren derselbe: Jedes Jahr soll die beste Turniershow aller Zeiten gelingen. Dafür wird auch zunehmend härter gearbeitet, an der Show, an der Geländeinfrastruktur, an Abläufen sowie an und mit den Menschen selbst. Auch im kommenden Jahr möchte Prinz Heinrich von Bayern dem eigenen Anspruch gerecht werden und greift dabei aber auch auf Bewährtes zurück. Erstmals nach 2007 wird dem Publikum wieder eine entscheidende Rolle in der Arena-Show zukommen. Also schon mal rauf auf den Speicher und die alten schwarzen oder weißen beziehungsweise blau-weißen Fähnchen herausgeholt, um den eigenen Helden im Kampf um den Turniersieg zu unterstützen.

Vor Kurzem war Prinz Heinrich von Bayern in Paris, um mit Stuntkoordinator Mario Luraschi das kommende Kaltenberger Ritterturnier (15. bis 31. Juli) zu besprechen. Nun ist er bereits wieder zurück, im Gepäck die neue Geschichte um den Helden Siegfried, Königin Isabelle – und natürlich wieder mit im aus seiner Sicht intriganten Spiel: Der Schwarze Ritter, der in diesem Jahr wieder zusätzlich motiviert sein dürfte.

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Was das sein wird, besprach er nun am Wochenende mit Arena-Regisseur Till Wyler von Ballmoos, der sich schon jetzt intensiv mit der 37. Auflage des weltweit wohl zu den bekanntesten Mittelalterveranstaltungen zählenden Ritterturniers. Die Story steht, doch ähnlich wie vor neun Jahren werden die Geschichten kein Ende haben – oder sogar deren viele. Denn zum zweiten Mal werden die Kaltenberger Turnierbesucher – wie einst das Volk bei den Gladiatorenkämpfen im alten Rom – über den Ausgang in der Arena bestimmen. Aber nicht Daumen hoch oder Daumen runter wird über das Wohl der beiden Kontrahenten entscheiden. Die Zuschauer werden wohl vor dem Turnier mit unterschiedlich farbigen Fähnchen ausgestattet – 2007 waren sie schwarz und weiß –, von denen sie eines ihrer Wahl schwenken müssen.

Für den schwarzen Ritter von damals, Frédéric Laforêt, der auch im kommenden Jahr diese Rolle verkörpern wird wie kaum ein Zweiter, eine zusätzliche Motivation. Seine Anhänger sind für gewöhnlich deren viele, Sympathisanten kann er sich regelmäßig von Vorstellung zu Vorstellung dazugewinnen.

Allerdings hängt dies auch ganz stark von der Story ab, die für gewöhnlich erst spät, ganz kurz vor dem Turnier bekanntgegeben wird. Prinz Heinrich jedoch ist ein Verfechter der frühzeitigen Vorbereitung, sodass die Story bereits vorliegt, der gefeierte Regisseur aus diesem Jahr, Till Wyler von Ballmoos, hat seine Version mit dem Autor Mario Luraschi inzwischen abgestimmt. „So können wir auch den Probenablauf weiter nach vorne legen und an der Show intensiver arbeiten“, erklärt der Prinz diese Maßnahme. Zudem haben sich der Franzose Luraschi und der Schweizer von Ballmoos nach einer ersten Phase des Beschnupperns inzwischen zusammengerauft und die Arbeit des anderen gegenseitig schätzen gelernt. Was ein Wagnis gewesen sei, habe sich nun bestens gefügt: da der Schweizer, jung, dynamisch und voller Ideen, dort der Franzose, unglaublich erfahren, im internationalen Filmgenre anerkannt. Zudem verfügt dieser mit der Stunttruppe Cavalcade über „irre gute Leute“, wie es Pressesprecher Markus Wiegand zu bezeichnen pflegt. Auch das war ein wichtiger Schritt, das Ritterturnier in ein neues Zeitalter zu führen.

Neben Till Wyler von Ballmoos kam heuer aber noch eine wichtige Innovation zum Tragen und schlug ein wie eine Bombe: das neue Tribünendach. Für Markus Wiegand ist sie „optisch irre“, für von Ballmoos ein unglaublicher Gewinn, die er als Theatermensch auch künftig noch mehr in die Show einbeziehen möchte. Der Stimmung jedenfalls, so viel stehe fest, sei sie laut Markus Wiegand unheimlich zuträglich gewesen. Prinz Heinrich ist aber auch da schon einen Schritt weiter: „Das Zeltdach ermöglicht uns, das Spektrum an Veranstaltungen über weitere Teile des Jahr hinweg zu planen, um damit auch die gesamte Marke Schloss Kaltenberg weiterzuentwickeln.“ Dabei denkt der Prinz ganz bewusst an andere, nicht historische Genres („Mittelalter können wir gut“).

Die Örtlichkeiten hätten weitaus mehr Potenzial als nur ein Ritterturnier im Juli. Die Gartentage haben sich etabliert, in der Arena sind nun Veranstaltungen möglich, die durch das Zeltdach vom Wetter unabhängiger werden. Einem Fest zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebots wird vermutlich einige Aufmerksamkeit zuteil, das PULS-Open-Air des Bayerischen Rundfunks (10. und 11. Juni) garantiert laut Prinz Heinrich Qualität für ein junges Publikum und wird für Kaltenberg der erste Schritt in eine neue Art von Veranstaltungsplanung sein. Dennoch werde es zum Beispiel kein Open-Air-Kino geben. Die Rücksicht auf die unmittelbar in der Nachbarschaft lebende Bevölkerung, so Prinz Heinrich, sei dem Haus von Bayern sehr wichtig.

Mit der Verpflichtung von Alexander Zimmermann, dem bisherigen Küchenchef der Alpenrose in Hohenschwangau, wurde vor Kurzem das Bräustüberl zur Gastronomie im höheren Qualitätsbereich, zum anderen sollen auch die alte Fasshalle und diverse andere Räumlichkeiten professionell etwa für Firmenevents oder Teamevents – durchaus auch im Zusammenhang mit dem Mittelalter – vermarktet werden.

Und einen Traum hegt Prinz Heinrich nach wie vor, und will ihn vielleicht schon im kommenden Jahr verwirklichen: den hauseigenen Weihnachtsmarkt. Schließlich hat er mit Schloss Kaltenberg „eine Location mit außergewöhnlichem Angebot.“

www.ritterturnier.de

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Ein Artikel von
Dieter Schöndorfer

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